Key Visual der Kulturkonferenz. Aufschrift: 9. Westfälische Kulturkonferenz 11.10.2019 Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Kulturland Westfalen: Selbermachen

Am 11. Oktober 2019 fand im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen zum neunten Mal die Westfälische Kulturkonferenz statt. Über 400 Künstler und Kulturschaffende, Kulturanbieterinnen, Vereine und Vebände, Förderer und Partnerinnen von Kunst und Kultur in Westfalen-Lippe setzten sich mit dem Thema einer  Kultur der Praxis, des “Selbermachens” auseinander. Die Teilnehmenden diskutierten über die Folgen neuer Formen von Kulturproduktion und Kommunikation, zum Beispiel die sich ändernden Rollen und damit verbundene Anforderungen an Kunst- und Kulturschaffende, an das Publikum und die Fördergeber.

 


 Das war die Westfälische Kulturkonferenz 2019


Dokumentation

Bericht (folgt)

Gesamtprotokoll  (folgt)

Porträts der Mitwirkenden

Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (folgt)

Presseinformation vom 11.10.2019

Einladung mit Programm



Programm

Die Einladung mit Programm hier herunterladen

Ab 09:30 Uhr  Ankommen und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr  Begrüßung
Matthias Löb, LWL-Direktor
Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Holger Freitag, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Stadtgeschichte der Stadt Recklinghausen

10:15 Uhr  Auftakt: Positionierung  „Kultur für alle“ oder „Kultur von allen?“
Christian Kreppel, Leiter des Kulturamts und Theaters der Stadt Schweinfurt
Heike Kropff, Leiterin der Abteilung Bildung/ Kommunikation der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

11:00 Uhr  Arbeitsgruppen:    Szenarien aus unterschiedlichen Perspektiven
Nach dem Auftakt gibt es viele Fragen zu diskutieren: Ist „Kultur von allen“ das neue Allheilmittel? Was war früher der
Anspruch, was wollen wir heute, was ist tragfähig für die Zukunft? Wie ändern sich die Perspektiven und Rollen der Beteiligten?
In Gruppen entwickeln Sie zu diesen Fragen Szenarien aus unterschiedlichen Perspektiven.

Szenario 1:
aus der Perspektive der Politik
Jens Burnicki, Mitglied im Rat der Stadt Bielefeld und in der LWL-Landschaftsversammlung, Münster
Mechthild Schulze Hessing, Bürgermeisterin der Stadt Borken
Claudia Schwidrik-Grebe, Dezernentin für Arbeit und Soziales, Jugend, Schule und Sport der Stadt Marl

Szenario 2:
aus der Perspektive der Verwaltung
Jens Boyer, Direktor der Stadtbüchereien Hamm
Wolfgang Streblow, Leiter des Fachdienstes Kultur und Weiterbildung der Stadt Lippstadt
Bernward Tuchmann, TUCHMANN Kulturberatung, Münster

Szenario 3:
aus der Perspektive der Kulturschaffenden und Kulturanbieter
Fatima Çalışkan, Förderfonds Interkultur Ruhr, Essen
Olaf Kröck, Intendant der Ruhrfestspiele Recklinghausen I
Bernd Stoverink, Stellvertretender Vorsitzender des Stadttheaters Bocholt e.V.

Szenario 4:
aus der Perspektive der Vereine
Heike Herold, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NRW e.V., Münster
Ulrike Petzold, Geschäftsführender Vorstand des Dachverbandes der Kulturfördervereine in Deutschland e.V., Berlin
Ulrike Wachsmund, Geschäftsführerin der Stroetmanns Fabrik, Emsdetten

Szenario 5:
aus der Perspektive der Kulturvermittler
Michael Hellwig, Projektleiter Rumpelstilzchen-Literaturprojekt, Enger
Karin Ruhmöller, Museums pädagogin im LWL-Freilichtmuseum Hagen
Prof. Dr. Matthias Schröder, Musiker und Professor für Musikmanagement an der Hochschule für Musik Detmold

13:00 Uhr  Mittagessen

Ab 13:30 Uhr  Marktplatz
Projektem Ideen und Einrichtungen aus Westfalen-Lippe.
Mit dabei sind unter anderem: B-Side Kultur e.V., Bürgerzentrum Schuhfabrik Ahlen e.V., Deine Urban Area / Stadt Detmold,
Der Kultur-Hackathon. Coding da Vinci Westfalen-Ruhrgebiet, Hochsauerlandkreis / Kulturregion Sauerland, Jugendkunstschule
Rheine, Künstlerhof Lavesum, Literaturland Westfalen, LWL-Kultur: Kulturpolitisches Konzept, NRW-Förderprogramm
„Dritte Orte“, Stadt Recklinghausen, Theaterwerkstatt Bethel, We love Warstein e.V.

eine Vollständige Liste folgt.

15:00 Uhr  Ergebnisse und Abschlussplenum
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin
Andrea Hankeln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Vertreterinnen und Vertreter aus den Arbeitsgruppen

15:45 Uhr  Verabschiedung
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin

16:00 Uhr  Ende der Konferenz

Im Anschluss an die Kulturkonferenz bieten wir Ihnen eine einstündige Führung durch das Ikonen-Museum in Recklinghausen an. . Sie können sich dazu im obenstehenden Onlineanmeldeformular anmelden. Bitte bezahlen Sie den Kostenbeitrag von 3 Euro während der Konferenz am Empfang.


Kulturland Westfalen: Selbermachen

Kultur für alle – diese Forderung Hilmar Hoffmanns hat auch nach vierzig Jahren nichts von ihrer Unmittelbarkeit verloren. Im Zeitalter der digitalen Transformation gibt es mittlerweile jedoch neue Gestaltungsmöglichkeiten der Kultur. Gleichzeitig gibt es eine wachsende Anzahl kultureller Initiativen „von unten“. Eine Kultur der Praxis, des Selbermachens, scheint sich immer mehr zu etablieren, die zum Teil weit über die Grenzen des traditionellen Kulturbetriebs hinausreicht. Neue Formen der Beteiligung und Kommunikation stellen die bisherigen Perspektiven auf den Kopf. Die Rollen aller an kulturellen Prozessen beteiligten Akteure – Kunst- und Kulturschaffende, Publikum und Fördergeber – und damit verbundene Anforderungen ändern sich grundlegend.

Mit Ihnen gemeinsam wollen wir aus unterschiedlichen Perspektiven Szenarien entwickeln und diskutieren. Was war früher der Anspruch? Was wollen wir heute? Was ist tragfähig für die Zukunft?

Zusätzlich können Sie sich auf einem Marktplatz am Nachmittag über Projekte, Ideen und Einrichtungen zum Thema „Selbermachen“ informieren.


 

Die Stadt Recklinghausen ist Veranstaltungspartner.