Kulturland Westfalen: Mitgestalten!

Rund 350 Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Kultureinrichtungen, Förderer, Vereine und andere Netzwerke sowie Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung aus ganz Westfalen-Lippe kamen zur diesjährigen Westfälischen Kulturkonferenz zusammen. Das Schwerpunktthema war "Beteiligung".

Die Dokumentation der Konferenz ist in Arbeit, nach und nach stellen wir den Bericht, Bilder, Mitschnitte und die Protokolle der Foren hier ein.

 

Aktive Teilhabe und Teilnahme spielen auch in der Kultur eine immer wichtigere Rolle. Schlagworte wie „Kultur von allen“ oder „Kultur mit vielen“ bringen den Trend auf den Punkt. Partizipation ist längst keine Frage mehr des Ob, sondern des Wie.

Was heißt das für Kunst und Kultur in Westfalen-Lippe? Welche neuen Wege gibt es, Menschen für Kultur zu begeistern? Was muss sich ändern, was ändert sich schon? Wie können wir voneinander lernen? Ausgehend von diesen Fragen standen drei Bereiche im Mittelpunkt der vierten Westfälischen Kulturkonferenz:

Beteiligung
… an kulturpolitischen Konzepten und Entscheidungen,
… in kreativen Prozessen des Schaffens von Kunst und Kultur,
… durch zukunftsfestes bürgerschaftliches Engagement.



Bildergalerie

Fotos: LWL/Stefan Althaus und Moritz Leetz

Empfangen der Gäste
Empfangen der Gäste (2)
Kurz vor dem musikalischen Auftakt der Konferenz
Künstlerduo Morina Miconnet und Phil Wood von create music
Begrüßung durch LWL-Direktor Matthias Löb
Vorstellung des Projekts create music
Vortrag von NRW-Kulturministerin Ute Schäfer
Vortrag von LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale
Erfahrungsaustach: Frau Andersen, Frau Lasch und Herr Sasse
Forum 1
Forum 2
Forum 3
Forum 4
Forum 5
Forum 6
Forum 8
Forum 9
Forum 10
Forum 11
Ergenisse der Foren: Bsp. Forum 11
Ergenisse der Foren: Bsp. Forum 4
Mitwirkende
Residenz Stadthalle Höxter
Verabschiedung durch LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale
Feedback
Feedback (2)

Moderator der Kulturkonferenz: Stafn Keim

Programm

Gesamtmoderation:    Stefan Keim

ab 9:30                Eintreffen, Registrierung und Begrüßungskaffee

10:00                    Musikalischer Auftakt
                                Morina Miconnet

10.15                    Begrüßung
                                Matthias Löb, LWL-Direktor
                                Alexander Fischer, Bürgermeister der Stadt Höxter

10.30                     Partizipation als Motor der Kulturpolitik in NRW                           
                                 Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

11.00                     Kaffeepause

11.30                     Kulturland Westfalen gestalten: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?
                                 Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin

11.50                      Welche neuen Wege gibt es, Menschen für Kultur zu begeistern? Ein
                                  Erfahrungsaustausch

                                  Dr. Vera Lasch, Geschäftsführerin des Kulturnetzes Kassel e. V.
                                  Gerd Andersen, Leiterin des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst
                                  Klaus Peter Sasse, Vorsitzender des forumneuenrade e. v.

12.30                      Mittagessen

13.30                      Foren (siehe unten)

15.00                      Zusammenführung der Ergebnisse im Plenum

15.45                      Ausblick und Verabschiedung
                                  Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin

16.00                      Ende der Konferenz

Im Anschluss:   Führung "Von der Reichsabtei zum Weltkulturerbe" durch das Schloss
                                  Corvey (optional)


Foren

Forum 1         Kultur in Bürgerhand!?

Wie können Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für die kulturelle Entwicklung in ihrer Kommune übernehmen? Das gute Beispiel „Kulturnetz Kassel“ bietet auch die Möglichkeit zum Blick über den Tellerrand.
Brunhild Fehrmann (Bezirksregierung Arnsberg)
Dr. Vera Lasch (Kulturnetz Kassel e. V.)


www.kulturnetz-kassel.de.


Forum 2         Bürgerbeteiligung an Kulturplanungsprozessen

Welches sind Gelingensfaktoren und Stolpersteine für eine erfolgreiche Kulturplanung, besonders unter dem Aspekt der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern? Das Forum bietet die Möglichkeit, von den Erfahrungen, die in den neun Kulturplanungsprozessen der Kulturagenda Westfalen gemacht wurden, zu profitieren.
Reinhart Richter (Richter Beratung Osnabrück)
Heinz-Günter Koßmann (Stellvertretender Landrat des Kreises Höxter)

Andreas Niggemeyer (Leiter des Gemeinschaftsbüros des Landrats des Kreises Höxter)
und weitere Teilnehmende an den Pilotplanungsprozessen

Artikel "Bürgerbeteiligung an Kulturplanungen am Beispiel der KulturagendaWestfalen" von Reinhart Richter (zuerst veröffentlicht in: Jahrbuch für Kulturpolitik 2013) hier herunterladen.

Zusammenfassende Berichte über die neun Planungsprozesse können Sie hier herunterladen.

Die Gesamtbetrachtung und kritische Würdigung der neun Planungsprozess von Dr. Markus Morr können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen über die Kulturagenda Westfalen finden Sie hier.


Forum 3         Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker – eine „schwierige“ Zielgruppe?

Was sind gute Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Kulturpolitiker zur Mitwirkung an beteiligungsorientierten Kulturplanungsprozessen? Das Forum lädt dazu ein, mit Politikerinnen und Politikern die Erfahrungen aus der Kulturagenda Westfalen zu diskutieren.
Bernward Tuchmann (Tuchmann Kulturberatung, Münster)
Gabriele Duhme (Mitglied des Rates der Stadt Ahlen)
Jan Schriever (Stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Sport der Gemeinde Schalksmühle)

Gisela Weiland (Sachgebietsleiterin Schule, Kultur und Sport der Gemeinde Schalksmühle)
und weitere Teilnehmende an den Pilotplanungsprozessen der Kulturagenda Westfalen

Die Gesamtbetrachtung und kritische Würdigung der neun Planungsprozess von Dr. Markus Morr können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen zur Kulturagenda Westfalen finden Sie hier.


Forum 4         Jetzt mal Tacheles

Wie können junge Menschen für Kulturpolitik gewonnen werden? Wie können sie angemessen an strategischen Prozessen und kulturpolitischen Entwicklungen in ihrem Ort beteiligt werden? Gute Beispiele sind die Kinder- und Jugendkulturentwicklungsplanung in Ahlen und Beckum sowie das Projekt „Jugend.Polit.Kultur“ des Jugendkulturzentrums Scheune in Ibbenbüren.
Katharina Fournier (Fachberaterin des LWL-Jugendamts Westfalen, Münster)
Marlene Horst (Jugendkulturzentrum Scheune, Ibbenbüren)
Annika Neumann (Stadt Ahlen)

Informationen über das Projekt „Jugend.Polit.Kultur“ und die Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in NRW finden Sie hier:
„Jugend.Polit.Kultur“ Ausschreibung
„Jugend.Polit.Kultur“ Antragshilfe
Kurzinfo Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in NRW

Einen zusammenfassenden Bericht über den Planungsprozess in Ahlen-Beckum können Sie hier herunterladen.

Alle Informationen über den Planungsprozesse finden Sie unter www.ahlen.de/bildung-kultur/kulturplanung und www.beckum.de/kulturentwicklungsplanung.html.


Forum 5         Was machen die denn DA? Kunst als Katalysator im ländlichen Raum

Wie verändern sich Wahrnehmungen und Urteile über Kunst durch prozess- und erfahrungsorientierte Kunstproduktion unter Beteiligung von Nicht-Künstlern? Das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, ist mit seinem Projektstipendium „KunstKommunikation“ bundesweit Vorreiter in Sachen Kunst zum Mitmachen und Mitdenken.
Dr. Käthe Wenzel (Künstlerin und Stipendiatin des DA, Berlin)
Gerd Andersen (DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst)


Informationen zum DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst finden Sie unter www.da-kunsthaus.de.


Forum 6         24 Stunden, 7 Tage die Woche: das virtuelle Museum 24/7

Was ist eigentlich ein virtuelles Museum? Welche Ziele verfolgen Kultureinrichtungen mit dem Einsatz von interaktiven Medien und was ist für einen gelungenen Auftritt nötig?  Am Beispiel vom „Museum 24/7“ des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster lassen sich Chancen und Grenzen des digitalen Raums aufzeigen.
Stefan Althaus (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der LWL-Kulturabteilung, Münster)
Michelle van der Veen (LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster)

Informationen über das Museum 24/7 finden Sie unter www.museum24-7.lwl.org.


Forum 7         Die große Spielwut im Herbst des Lebens. Kulturelle Mitgestaltung und Teilhabe im 
                             Alter

Wie muss sich die Arbeit von Kultureinrichtungen vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft verändern und welchen künstlerisch-kulturellen Beitrag leisten die Älteren? Kubia hat eine Bestandsaufnahme zum Seniorentheater in NRW gemacht und das „SeniorenEinsatzKommando“ des Consol Theaters Gelsenkirchen zeigt die Lust und die Kreativität der Älteren.
Magdalena Skorupa (kubia im Institut für Bildung und Kultur e. V., Remscheid)
Georg Kentrup (Consol Theater Gelsenkirchen)
Gisela Majewski (Teilnehmerin am SeniorenEinsatzKommando, Gelsenkirchen)
Werner Backhaus (Teilnehmer am SeniorenEinsatzKommando, Gelsenkirchen)

Informationen über das SeniorenEinsatzKommando finden Sie unter www.senioreneinsatzkommando.blogspot.de.
Die Dokumentation über das SeniorenEinsatzKommando können Sie hier herunterladen.
Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zum Seniorentheater in NRW finden Sie unter www.ibk-kubia.de/bestandsaufnahme.


Forum 8     Das Museum – ein Haus für Jedermann?

Viele Studien und Erfahrungen zeigen: Kulturelles Interesse ist eng verbunden mit der sozialen Herkunft. Wie können Kultureinrichtungen zu Orten werden, die für unterschiedliche Gruppen relevanter Bestandteil ihres Lebens werden? Das Pilotprojekt „Muttersprache Kunst“ mit türkischen Stadtteilmüttern im Kunstmuseum Bochum beschreitet einen neuen Weg, um Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu erreichen.
Antje Nöhren (OWL Kulturbüro / OstWestfalenLippe GmbH, Bielefeld)
Kerstin Kuklinski (Kunstmuseum Bochum)
Leyla Güleryüz (Stadt Recklinghausen)

Projektskizze "Muttersprache Kunst" und "Lyrik-Werkstatt"


Forum 9          Zusammen sind wir stark

Welche Instrumente brauchen Haupt- und Ehrenamtliche, um ihre Zusammenarbeit zu verbessern? Wie können sie diese bekommen? Der Verein forumneuenrade e. v. ist ein vorbildliches Beispiel für gelingende Kooperation zwischen Haupt- und Ehrenamt im kulturellen Bereich.
Johannes Mehlmann (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in NRW, Gelsenkirchen)
Klaus Peter Sasse und Monika Arens (forumneuenrade e. v., Neuenrade)

Informationen über das forumneuenrade finden Sie unter www.forumneuenrade.de.
Den Infoflyer über das forumneuenrade können Sie hier herunterladen.


Forum 10          Zukunftsfähige Vereinsstrukturen

Geld war schon immer knapp, jetzt werden auch die Menschen knapp: wegen des Bevölkerungsschwundes vor allem im ländlichen Raum und weil verbindliches Engagement in einem Verein aus der Mode kommt. Wie können die Vereine selbst auf diesen Wandel reagieren? Und womit  müssen Politik und Förderer sie dabei unterstützen? FRids Freudenberger Kids e. V. zeigt mit neuen, zeitgemäßen Strukturen und Arbeitsweisen, wie das gelingen kann.
Olaf Martin (Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., Göttingen)
Ulrike Monreal (FRids Freudenberger Kids e. V.)

Informationen über Frids in Freudenberg finden Sie unter www.frids.info.
Einen aktuellen Beitrag zum Thema aus unserem Kulturblog finden Sie hier.


Forum 11          Freiwillige vor!

Welche Grundvoraussetzungen zum Einsatz von Freiwilligen sind notwendig? Wie sehen neue Wege aus, Menschen für bürgerschaftliches Engagement in der Kultur zu gewinnen? Welche lokalen Partner können bei der Suche unterstützen? Am Beispiel einer aktuell durchgeführten Kampagne der kulturellen Vereine im Umfeld des Kloster Bentlage in Rheine können eigene Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden.
Siegmar Schridde (Stadt Rheine)
Dr. Jürgen Grävinghoff (Förderverein Kloster/Schloss Bentlage, Rheine)

Informationen über die Kampagne "Kultur.Salz.Natur - Wir sind Bentlage" finden Sie unter
www.kloster-bentlage.de
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Den Folder zur Kampagne können Sie hier herunterladen.