Netzwerk Kulturplanung

Die Pilotkommunen der Kulturagenda Westfalen und ihre Beobachterinnen und Beobachter haben sich 2013 zum Netzwerk Kulturplanung zusammengeschlossen.

Die Ziele des bundesweit einmaligen Netzwerks:

  • Kommunikation und Transparenz fördern,
  • fachlichen Austausch stärken und voneinander lernen,
  • Qualifizierung ermöglichen,
  • fachliche Diskussionen über aktuelle Themen, ggfs. mit externen Experten, führen.

Das Netzwerk trifft sich zweimal jährlich, jedes Treffen hat einen thematischen Schwerpunkt.

Das Netzwerk ist offen für alle, die sich hauptamtlich mit strategischer Kulturplanung befassen oder dies vorhaben. Das Netzwerk wird moderiert vom Projektteam "Kultur in Westfalen".

Wenn Sie Interesse haben mitzuarbeiten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Die Mitmachgruppe zum Netzwerk Kulturplanung ist eine geschlossene Gruppe. Sie ermöglicht es den Mitgliedern, einfach über Internet miteinander zu kommunizieren - ohne dass sie Daten über sich preisgeben müssen oder sie ausspioniert werden. zur Mitmachgruppe


Treffen am 9. Mai 2017 in Gütersloh

Am Dienstag (9. Mai) hat sich das Netzwerk Kulturplanung in Gütersloh getroffen. Inhaltlicher Schwerpunkt war Digitalisierung in der kommunalen Kulturarbeit.

Die Netzwerker trugen zunächst die vielen verschiedenen Handlungsfelder zusammen. Sie stellten die Verschiedenartigkeit der Aufgaben fest, von der Digitalisierung des materiellen Kulturerbes und Social Media bis zu open data  und neuen Kunst- und Kulturformen in der digitalen Welt bzw. durch die neuen digitalen Möglichkeiten.

Einen Blick in die Zukunft warfen Fachleute der Uni Paderborn. Sie stellten ihre Idee eines „OWL • Kultur“-Portals vor, eine gemeinsame Plattform für Kultur und Tourismus in OWL. Im Austausch darüber ging es vor allem um die organisatorischen und technischen Herausforderungen. Herausgestellt wurde die politische Dimension, nämlich das Zusammenrücken der Region durch die gemeinsame Arbeit an diesem Portal.

Die nächsten Termine:

14. Mai Wahl des Kulturbeirates in Witten
16. Mai Auftaktveranstaltung der Kulturentwicklungsplanung in Rheine
23. Mai Zielkonferenz im Kulturplanungsprozess in Borken
1. Juni Evaluation des Kulturplanungsprozesses im Kreis Höxter

Strategische Kulturplanung ist auch das Schwerpunktthema der nächsten Westfälischen Kulturkonferenz. Sie findet am 7. September in Arnsberg statt. Alle Kulturakteure sind jetzt schon eingeladen, sich den Termin vorzumerken. Weitere Informationen folgen auf dieser Website.

Das nächste Treffen des Netzwerks Kulturplanung findet zum Schwerpunkt „Kunst im öffentlichen Raum“ Ende des Jahres in Lippstadt statt.

Hintergrundinfo
Im „Netzwerk Kulturplanung" haben sich Vertreter von Kommunen in Westfalen-Lippe zusammengeschlossen, die mit strategischer Kulturplanung befasst sind oder dies vorhaben. Ihre Ziele: Kommunikation und Transparenz fördern, fachlichen Austausch stärken und voneinander lernen, Qualifizierung ermöglichen.

Das Netzwerk ist bundesweit einmalig und wird moderiert vom Projektteam "Kultur in Westfalen" beim LWL. Es ist aus der Kulturagenda Westfalen hervorgegangen, dem Kulturentwicklungsprozess für Westfalen-Lippe mit neun Pilotplanungsprozessen. Ein wichtiges Teilziel der Kulturagenda Westfalen ist die Initiierung und Förderung von kulturpolitischen Diskursen und Kulturplanungen überall in der Region. Das Netzwerk ist offen für alle an strategischer Kulturplanung interessierten hauptamtliche Akteure. Weitere Infos und Kontakt: www.kulturkontakt-westfalen.de/informieren/kulturagenda-westfalen/netzwerk-kulturplanung/


Treffen am 6. Dezember 2016 in Hagen

An Nikolaus traf sich das Netzwerk Kulturplanung das zweite Mal in diesem Jahr. 20 Mitglieder aus ganz Westfalen und Lippe waren nach Hagen gekommen. Neu in der Runde war Sylvia Korte von der Stadt Gevelsberg.

Schwerpunktthema des Netzwerktreffens waren virtuelle Kulturplattformen. Ausgehend von der neuen Kulturplattform für den Kreis Höxter www.netzschafftkultur.de tauschten sich die Netzwerker über verschiedene Plattformen aus und schauten sich sowohl Beispiele aus Westfalen wie auch aus anderen Teilen Deutschlands an. Dabei diskutierten sie über die verschiedenen Tools wie Kalender, Landkarten oder Ticketing, technische und organisatorische Schnittstellen und die Frage, was eine moderne, nutzerorientierte Plattform können muss. Die rege Diskussion führte schließlich zu dem Ergebnis, das Thema beim nächsten Treffen noch einmal zu vertiefen.

Daneben gab es aus etlichen Kulturplanungsprozessen wieder Positives zu berichten, zum Beispiel vom Barcamp „Jugend riskiert Lippe“, das am 18. November 2016 in Detmold stattgefunden hat. In Gütersloh soll, vorbehaltlich der Verabschiedung durch den Rat, die Kulturförderung ab 2017 dynamisiert werden, zudem konnten zwei halbe Stellen für sogenannte Kümmerer geschaffen werden. Dr. Tayfun Belgin, der für Kultur zuständige Fachbereichsleiter der Stadt Hagen, stellte das Grundsatzpapier „Hagen 20.25“ vor, das den im Herbst 2014 unterbrochenen Kulturplanungsprozess wieder aufnimmt.


Treffen am 3. Mai 2016 in Hattingen

Rund 20 Kulturfachleute des Netzwerks Kulturplanung haben sich Anfang Mai in Hattingen getroffen.

Kulturplanung in Gütersloh

„Der Kultur neuen Schwung geben“ war das Motto, unter dem Beigeordneter Andreas Kimpel über den Kulturplanungsprozess in Gütersloh berichtete. Dort haben die Kulturschaffenden zusammen mit Entscheidern aus Politik und Verwaltung im Laufe des vergangenen Winters über die Zukunft von Kunst und Kultur in der Stadt diskutiert. In sieben Arbeitsgruppen, zum Beispiel über „Kultur und Ehrenamt“, setzten sie sich mit der Situation auseinander und erarbeiteten strategische Ziele und konkrete Maßnahmenvorschläge für die zukünftige Kulturarbeit.  Die Ergebnisse werden nun von der Verwaltung für die Beratung und Beschlussfassung im Kulturausschuss der Stadt im Herbst 2016 vorbereitet.

In der Diskussion stellten die Netzwerker gemeinsame Erfahrungen fest und diskutierten die Unterschiede zu den Planungsprozessen in ihren eigenen Kommunen. So sei es auch in Gütersloh schwer, junge Menschen zum Mitmachen zu gewinnen.

Gütersloh (Kreis Gütersloh) gehört wie Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein), Dülmen (Kreis Coesfeld), Borken (Kreis Borken) und Lippe (Kreis Lippe) zu den Kommunen, die sich nach dem Vorbild der durch den LWL initiierten Kulturagenda Westfalen auf den Weg gemacht haben, in einem beteiligungsorientierten Prozess strategische Ziele und konkrete Maßnahmen für die Kulturarbeit zu entwickeln.

Leitbild

Das zweite große Thema des Netzwerktreffens war "Kulturpolitisches Leitbild". Die Netzwerker setzten sich mit den kulturpolitischen Leitbildern der Städte Schwerin, Trier, Göttingen und Salzburg auseinander und analysierten die unterschiedlichen Motive für und Wege zu einem Leitbild. Und sie spiegelten davor ihre eigenen Planungsprozesse: Was ist der Unterschied zwischen Leitbild und Vision? Was macht ein gutes Leitbild aus? Ist ein Leitbild eher einengend oder ermöglichend? Braucht man unbedingt ein Leitbild?

Insgesamt kamen sie zu dem Ergebnis, dass es "das Leitbild" nicht gibt, alle sind sehr unterschiedlich beschaffen. Im Einzelfall könne es durchaus wichtig sein, die "Idee" oder "Grundverfasstheit" als Rahmen für die Kulturentwicklung explizit zu formulieren. Ein kulturpolitsches Leitbild ist in der Regel aber so allgemein, dass es ohne kulturpolitische Ziele nicht für evaluatierende Zwecke oder gar die Erstellung von Förderrichtlinien verwendet werden kann. Auch ein Leitbild selbst müsse heutzutage als "work in progress" verstanden und wenigstens alle paar Jahre überprüft und angepasst werden. Die Bezüge und Zusammenhänge zwischen Leitbild und Marke wurden einer vertieften Auseinandersetzung für wert befunden und deshalb in den Themenspeicher aufgenommen.

In den Kulturplanungsprozessen der Kulturagenda Westfalen übernehmen die Visionen Leitbildfunktionen. Lediglich in Lippstadt und im Prozess "Oben an der Volme" ist die Formulierung eines expliziten Leitbildes ein Ergebnis der dortigen Planungsprozesse gewesen. Daneben hat auch Bielefeld ein Leitbild und Leitlinien formuliert. In Netphen dagegen gibt es ein gesamtstädtisches Leitbild mit expliziten Aussagen zur Kultur, an die der dortige Planungsprozess anschließen konnte.


Treffen 2013 bis 2015

16.11.2015 in Olpe

05.05.2015 in Witten

27.11.2014 in Schalksmühle

18.06.2014 in Lippstadt

06.11.2013 in Ahlen