Das Netzwerk Kulturplanung traf sich im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, zum ersten Mal seit dem Lockdown.
Anderthalb Meter Zwischenraum hinderten die Kulturexperten nicht an intensiver Zusammenarbeit.

Netzwerk Kulturplanung diskutiert über Bürgerbeteiligung

14 Kulturfachleute aus ganz Westfalen-Lippe haben sich am 25. August im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst getroffen. In einem Workshop erkundeten sie Möglichkeiten, wie man Menschen anderer kultureller Herkunft und andere schwer erreichbare Zielgruppen an kulturellen Entwicklungsprozessen beteiligen kann. „Kultur in Westfalen“ moderierte diesen Workshop, der im Rahmen des bundesweit einmaligen „Netzwerk Kulturplanung“ aus Vertretern von Städten, Gemeinden und Kreisen in Westfalen-Lippe stattfand.

Tilman Fuchs, der Kulturdezernent des Kreises Steinfurt, begrüßte die Teilnehmenden vor Ort. In ihrer Einführung betonte Dr. Yasmine Freigang, Leiterin von „Kultur in Westfalen“, die Bedeutung des Themas: „Strategische Kulturentwicklung ohne Beteiligung der Zielgruppen ist heutzutage nicht mehr möglich. Welche Tipps und Instrumente gibt es, um Menschen zu aktivieren sich an Entscheidungsprozessen in ihrer Kommune zu beteiligen?“

Im ersten Durchgang stellte die Referentin Marion Stock von der Stiftung Mitarbeit theoretische Grundlagen und praktische Handlungsansätze zur Bürgerbeteiligung vor, zum Beispiel Diskussionsgruppen beim Busfahren. In der anschließenden Gruppenarbeit stellten die Netzwerker gemeinsame Erfahrungen fest, wenn es darum geht Menschen zu erreichen und zu beteiligen. Ältere Menschen ließen sich zum Beispiel gut in Apotheken ansprechen, Familien dagegen beim Abholen der Kinder in der Kita. Und sie diskutierten die unterschiedlichen Chancen und Herausforderungen in ihren jeweiligen Kommunen.

Zum Abschluss des informativen Treffens führte Gerd Andersen, die Leiterin des Kunsthauses, die Teilnehmenden durch das ehemalige Kloster.