Tipp der Woche: Kultur trotz Corona – Teil 2

30.03.2020

 

Viele Künstler*innen versammeln sich unter dem hashtag #KulturinZeitenvonCorona. Hier wieder eine Auswahl von Kultur im digitalen Format.

Der Poetry-Slam-Verlag „Lektora“ bietet seinen Autor*innen auf seinem Instagram- Kanal  eine Bühne. Am Dienstag, den 31. März,. liest Philipp Herold um 18 Uhr und Sandra Da Vina um 19 Uhr. Am 1. April sind es dann mit Sarah Lau, Sven Hensel, Ines Strohmaier und Agens Maier gleich vier Online-Lesungen.
In der Kulturambulanz“ des WDR drei liest der Bochumer Schriftsteller  und Kabarettist Frank Gooen aus seinem Kaminzimmer.

Museen setzen derzeit auf virtuelle Ausstellungen. So gibt es im Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld per App drei virtuelle Rundgänge durch die Ausstellung „Johannes Itten – Kunst als Leben“.
Auch das Marta Herford präsentiert unter dem Format „Kunstmomente“ auf seinem Facebookauftritt einzelne Werke aus der Dauerausstellung „Glas und Beton“ Es sind noch weitere Formate geplant, um Einblicke hinter die Kulissen zu geben. Auch den Bereich der Kunstvermittlung verlagert das Museum in den digitalen Raum und veröffentlicht Beiträge bei Youtube, Facebook, Instagram und im Marta Blog .
Die Kunsthalle Bielefeld lädt ebenfalls zu einem Besuch auf Facebook und Instagram ein.  Am 3. April sollte die neue Ausstellung „Antionius Höckelmann, Alles in allem“ eröffnet werden – jetzt kann sie auf digitalem Wege erkundet werden . Ergänzt wird dies durch Vermittlungsangebote, die Anregungen für die eigene Kreativität anbieten.
Unter dem Hashtag “digitales Museum“ gibt auch das Literaturmuseum Haus Nottbeck in Oelde auf seinem Facebookauftritt, oft humorvolle, Einblicke in seine Ausstellung.
Im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst beginnt die Saisonale #Klostergrün mit Skulpturen im Außenraum des Klosters. Auf Facebook und Instagram werden in den kommenden Wochen Skulpturen und Künstler vorgestellt.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat eigens eine Webseite eingerichtet, um über das digitale Programm der LWL-Kultur zu berichten: Unter  www.lwl-kultur.de/de/kultur-digital/ finden Sie Hinweise auf das Angebot des Medienzentrums für Westfalen, des Instituts für westfälische Regionalgeschichte, der Volkskundlichen Kommission für Westfalen und mehrerer LWL-Museen.

Das Theater Paderborn hat eine Lesereihe ins Leben gerufen. Täglich um 19:30 Uhr lesen Mitglieder des Ensembles aus der Novellensammlung „Das Dekamomeron“ von Giovanni Boccaccio“. Diese entstanden im 14. Jahrhundert im Zuge einer Pestepidemie. Die einzelnen Episoden finden Sie auf der Webseite des Theaters. .
Das Theater Bielefeld bietet auf seinem Facebookauftritt interessante Blicke hinter die Kulissen und zeigt, was sich das Ensemble inspiriert vom geplanten Programm einfallen lässt.
Das philharmonische Orchester des Theaters Dortmund spielt getrennt und doch zusammen die Ouvertüre zu Wilhelm Tell. Die Musiker haben einzeln ihre Stimmen zuhause aufgenommen – zusammengeschnitten im Video ergibt es schließlich den Orchesterklang.
Zudem hat das Theater einen Online-Spielplan aufgestellt. Gezeigt werden unter dem Titel „Déjà Vu“ täglich Inszenierungen aus den vergangenen Jahren im Stream – am heutigen 30. März zum Beispiel „Einige Nachrichten an das All“.  Außerdem gibt es jeden Freitag um 12 Uhr  mit den „Couchgeschichten“  weitere Inszenierungen für Kinder und Erwachsene. Am Freitag, den 3. April, steht „Der gestiefelte Kater“ auf dem Programm.
Das Bruchwerktheater Siegen setzt sein Programm „Endzeitdekadenz“ mit einer Lesung aus „Atmen“ von Duncan Mac Millan am 2. April um 20:15 Uhr fort.