Kulturplanungsprozesse in Anlehnung an die Kulturagenda Westfalen

Den Pilotkommunen der Kulturagenda Westfalen sind seit 2014 weitere Kommunen gefolgt und haben nach deren Vorbild mit strategischer Kulturplanung begonnen oder bereiten solche vor.

Die ersten im Herbst 2015 waren die Stadt Dülmen (Kreis Coesfeld) und der Landesverband mit dem Kreis Lippe. Hier sind die Planungsphasen abgeschlossen, in Dülmen wurden die Ergebnisse durch die politischen Gremien beschlossen und sind seitdem Grundlage für die Kulturentwicklung in der Stadt.

Weitere Städte sind im Herbst 2015 gestartet: Gütersloh (Kreis Gütersloh), Borken (Kreis Borken), Meschede (Hochsauerlandkreis)  und Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein). Auch diese Kulturplanungen setzten nach dem Vorbild der Kulturagenda auf eine breite Beteiligung: Nicht nur alle Künstler und Kulturschaffenden, Förderer und Partner, sondern alle Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen sich in Workshops mit ihrem Wissen, ihren Kompetenzen und Ideen einzubringen. In methodischer Hinsicht wichen Gütersloh, Meschede und Netphen von der Kulturagenda insofern ab, als die Planungsinnhalte vorgegeben wurden. In Gütersloh etwas wurden im Zuge der Vorbereitung sieben Themenfelder identifiziert, zum Beispiel Kultur und Ehrenamt, Bildende Kunst/Kunst im öffentlichen Raum sowie Kulturförderung, die in den Arbeitsgruppen bearbeitet wurden. In Netphen sollte der Planungsprozess an den Leitlinien und Perspektiven für die Kulturarbeit ausgerichtet werden, die die Verwaltung im Vorfeld dem für Kultur zuständigen Fachausschuss vorgelegt hatte.

Gütersloh, Meschede und Borken konnten ihre Planungsphasen erfolgreich abschließen und arbeiten an der Umsetzung und Weiterentwicklung. Gleiches gilt für Rheine (Kreis Borken) und Recklinghausen (Kreis Recklinghausen).

Ein besonderer Prozess ist die Planung der beiden Kreise Herford und Minden-Lübbecke: Zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen wollen zwei Landkreise ihre Kulturarbeit zukünftig stärker aufeinander abstimmen und sie haben im Herbst 2019 vereinbart, an welchen Themen sie in Zukunft gemeinsam arbeiten wollen.

In einigen weiteren großen und kleinen Kommunen in Westfalen-Lippe erachten Akteure – Politiker*innen, Verwaltungsverantwortliche oder Kulturschaffende – strategische Kulturplanung als sinnvoll und notwendig und arbeiten daran, entsprechende Entwicklungsprozesse auf den Weg zu bringen.

 


Links zu den Kulturplanungsprozessen

Stadt Dülmen

Start: Mai 2014

www.duelmen.de/kulturkonzept.html

Landesverband Lippe

Start: Januar 2015

www.landesverband-lippe.de/angebote/kulturagentur/projekte/kulturentwicklungsplan

Stadt Gütersloh

Start: November 2015

www.kep-guetersloh.de

Stadt Netphen

Start: November 2015

www.netphen.de/Kultur-Tourismus/Kultur/Kulturentwicklungsprozess-Netphen

Stadt Borken

Start: November 2015

www.borken.de/de/stadtleben/kultur-und-bildung/kulturentwicklungsplanung-der-stadt-borken.html