Gute Beispiele aus der Kulturarbeit: FRids – Freudenberger Kids e.V.

17.09.2014

Schrott-Camp im Recycling-Unternehmen, Kochevent in der Restaurantküche, Kriminacht im Technikmuseum Schwarzlichttheater in der alten Schmiede - FRids bringt junge Menschen und besondere Orte in immer neuen Erfahrungen zusammen.

Der gemeinnützige Verein und Träger der freien Jugendhilfe „FRids – Freudenberger Kids e.V.“ bietet vielfältige kreative Bildungs-, und Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und Familien im Stadtgebiet Freudenberg. Eine Handvoll ehrenamtlich Aktive setzen mit Leidenschaft und Engagement ihre Ideen um und ermöglichen immer neue Projekte. Ihr Ziel: Kindern, Jugendlichen und Familien Lust darauf zu machen, in ihrem Lebensumfeld immer neue Orte, Menschen und Erfahrungen zu entdecken. Im Vordergrund steht das spannende Erleben von Technik, Kunst, Literatur und Theater.

Seit der Gründung des Vereins im März 2006 geht es vorrangig darum, jungen Menschen in der Region zusätzliche Möglichkeiten zu bieten, ihre Umwelt jenseits von Mainstream-Angeboten zu erleben und dabei ihre Kreativität und Aktivität zu fördern. Über 100 Veranstaltungen, Workshops und Projekte konnten seither realisiert werden. FRids arbeitet dabei mit immer wieder neuen Partnern als Experten unterschiedlichster Fachbereiche zusammen. Die Angebote reichen von Ferienaktivitäten, der Tüftlerwerkstatt FRids!Box bis zu thematischen Projekten wie Literaturtheater und Erlebnistagen für Väter und Kinder oder die ganze Familie.

Das Besondere an FRids: Er ist ein Verein (fast) ohne Mitglieder. Der Verein definiert sich als Projektverein. Statt Vereinsballast, Ämterhierarchie und Mitgliederverwaltung reduziert er Vereinsstrukturen und Vereinsarbeit auf ein Minimum und  gestaltet den Umgang mit Verbindlichkeit und Verantwortung so flexibel wie möglich. Vier ehrenamtlich Daueraktive gestalten die Programminhalte, eine große Schar an temporär aktiven Mitarbeitern führt die Projekte durch. Es gibt kein festgelegtes Programm, die Vereinsarbeit definiert sich vielmehr als Netzwerkarbeit mit großer Offenheit für immer neue Ideen und lokale wie überregionale Projektpartnerschaften. Die Attraktivität des Vereins für engagierte Mitarbeiter besteht darin, dass sich jeder Interessierte nur für einen festgelegten, überschaubaren Zeitraum in einem Wunschprojekt engagieren kann, darüber hinaus aber keine weiteren Verpflichtungen gegenüber dem Verein hat. Dasselbe Prinzip gilt für Teilnehmer an den Veranstaltungen: Es ist keine Mitgliedschaft notwendig, um die Angebote des Vereins wahrzunehmen. FRids scheint damit einen Königsweg gefunden zu haben, motivierte Mitarbeiter zu finden und immer neue spannende Angebote  machen zu können.

www.frids.info

FRids ist das gute Beispiel im Forum 10 der Westfälischen Kulturkonferenz, in dem die Teilnehmer zukunftsfähige Vereinsstrukturen diskutieren.

www.kulturkontakt-westfalen.de/informieren/westfaelische-kulturkonferenz/konferenz-2014/

 

Gute Beispiele aus der Kulturarbeit
In Westfalen-Lippe gibt es viele ausgezeichnete Formen und Projekte der Kulturarbeit, die nachahmenswert sind. Aufgrund der Größe der Region und ihrer Vielgestaltigkeit sind diese guten Beispiele häufig nur in einem kleineren Umfeld bekannt. Das ist schade, weil damit die Chancen, für die eigene Arbeit zu lernen, zu gering sind. Wir stellen daher in lockerer Folge gute Beispiele von Projekten und Initiativen vor, auf die wir bei unserer Arbeit stoßen. Über Hinweise auf weitere gute Beispiele aus der Kulturarbeit freuen wir uns.

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