Tipp der Woche: Carl Jung-Dörfler in Freudenberg

27.11.2017

Noch bis zum 14. Januar 2018 ist im Freudenberger 4Fachwerk-Museum die Ausstellung mit Werken des Malers Carl Jung-Dörfler zu sehen. Gezeigt werden Ölgemälde, Skizzen, Bleistift- und Kohlezeichnungen des 1879 geborenen Siegerländers. Die Schau ist überschrieben mit dem Titel „Der Maler und die Ärztin“ und erinnert an das wechselvolle Leben des Künstlers und seiner Frau.

Carl Jung wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und musste bereits mit 13 Jahren für den Lebensunterhalt der Familie aufkommen. Er arbeitete unter anderem im Bergbau, zeichnete oder malte jedoch in jeder freien Minute. So entwickelte er seine Fertigkeit. Doch erst mit 29 Jahren erhielt er die Möglichkeit, die Kunstakademie in Düsseldorf zu besuchen.

1912 lernte er die Ärztin Hedwig Danielewicz kennen. Sie war eine der ersten Frauen, die in Deutschland regulär Medizin studierten und kam ihrer Liebe zum Maler Carl Jung-Dörfler wegen aus der Großstadt Berlin nach Wilnsdorf.

Der elfjährigen Ehe war kein Glück beschieden. Carl Jung-Dörfler wurde zunehmend depressiv, zudem verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Er starb 1927 im Alter von 48 Jahren. Seine Witwe war als Jüdin zunehmender Diskriminierung ausgesetzt. Sie verlor ihre Praxis in Düsseldorf und wurde 1941 gemeinsam mit ihrer Schwester nach Minsk (Weißrussland) deportiert. Wann und wo sie umkam ist nicht bekannt.

www.4fachwerk.de

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