Gutes Beispiel für inklusive Kulturarbeit: Dauerausstellung der Zeche Zollern

Anja Hoffmann | LWL-Industriemuseum Zeche Zollern 26.01.2016

Das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund eröffnete am 14. Januar 2016 seine neue inklusive Dauerausstellung zur Geschichte des 1902 eröffneten Bergwerks.

Über ein Leitsystem am Boden, Objekte, Fotos und Schriften zum Tasten sowie Hörstationen können sich Blinde und Sehbehinderte die Präsentation im historischen Verwaltungsgebäude eigenständig erschließen. Darüber hinaus sind alle Vitrinen so konstruiert, dass Rollstuhlfahrer die Möglichkeit haben, die Exponate zu sehen und Texte zu lesen. Die gesamte Ausstellung folgt dem Zwei-Sinne-Prinzip. Durchgehendes Element in den 15 Räumen sind rote Stelen, die zu „sprechen" beginnen, wenn man ein Schubelement herauszieht. Zentrale Texte in Pyramiden- und Braille-Schrift sowie ein Tastfoto mit reliefartigen Konturen ergänzen die Vorlesefunktion. Auf der Rückseite der Stelen befindet sich ein Orientierungsplan mit Hinweisen über weitere Hörstationen oder Objekte zum Anfassen im jeweiligen Raum.

Ein Film zur neuen Dauerausstellung gibt Einblicke in das Konzept und die Umsetzung der Inklusionsebene. Im Mittelpunkt steht ein Rundgang mit Gerd Kozyk vom Vorstand des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Nordrhein, der als blinder Experte das Museum bei der Umsetzung beraten hat. Den Film und weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

www.lwl.org/LWL/Der_LWL/Service/TV-und-Audioservice/Filme_Kultur/inklusion_zeche_zollern
www.lwl-industriemuseum.de

 

 

Gute Beispiele aus der Kulturarbeit

In Westfalen-Lippe gibt es viele ausgezeichnete Formen und Projekte der Kulturarbeit, die nachahmenswert sind. Aufgrund der Größe der Region und ihrer Vielgestaltigkeit sind diese guten Beispiele häufig nur in einem kleineren Umfeld bekannt. Das ist schade, weil damit die Chancen, für die eigene Arbeit zu lernen, zu gering sind.
Wir stellen daher in lockerer Folge gute Beispiele von Projekten und Initiativen vor, auf die wir bei unserer Arbeit stoßen. Über Hinweise auf weitere gute Beispiele aus der Kulturarbeit freuen wir uns. Kontakt

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