Westfalen-Diplom 2013

Dass man nicht ins Ausland reisen muss, um landschaftliche und kulturelle Vielfalt zu erleben, davon zeugten die rund 890 Anmeldungen für das Westfalen-Diplom 2013. Insgesamt 194 „Heimat-Eroberer“  besuchten fünf oder mehr Stationen in Westfalen-Lippe und schickten die gestempelten Seiten zurück. Viele entpuppten sich als überzeugte Westfalen und sammelten weit mehr als fünf Stempel.

 

Die Abschlussveranstaltung

Rund 170 der Diplomanden kamen zur Abschlussveranstaltung in die Krombacher Brauerei in Kreuztal. Nach einer Führung durch die Produktionsstätte gab es viel Lob für alle Teilnehmer.
Sie hätten bewiesen, wie westfälisch und nicht zuletzt wie reiselustig sie sind, freute sich Thorsten Berninghaus, stellvertretender  WP-Chefredakteur. Nachdem jeder sein Diplom erhalten hatte und alle Preise verlost waren, konnten sich die Teilnehmer bei einem westfälischen Bu ffet und Krombacher kennenlernen und tauschten ihre Erlebnisse aus.
Neben vielen kleineren Gewinnen wie LWL-Museumscards, NWL-Tagestickets und 10 Liter-Fässchen von Krombacher freuten sich Marie-Luise Kamerichs aus Bad Laasphe und Egbert Winter aus Wetter über die beiden Hauptpreise: eine Ballonfahrt und ein E-Bike.

(v.li.) Landrat Paul Breuer, Diplomand Egbert Winter, stellv. WP-Chefredakteur Torsten Berninghaus, Diplomandin Marie-Luise Kamerichs, Dr. Yasmine Freigang und Dr. Franz-Josef Weihrauch von der Krombacher Brauerei

Dokumentation

Hier finden Sie Links und Dateien zum herunterladen:


Bildergalerie der Abschlussfeier


Stationen

1. Schloss Nordkirchen

Bestimmt kennen Sie das Schloss Versailles mit seinen prächtigen Gärten aus der Zeit des Sonnenkönigs.Etwas Vergleichbares finden Sie auch in Westfalen – im südlich von Münster gelegenen Nordkirchen. Das häufig auch als „Westfälisches Versailles“ titulierte Schloss Nordkirchen gilt als die bedeutendste Schlossanlage des Barocks in Westfalen. Und auch der Garten des Schlosses ist von herausragender Bedeutung.

 

2. Burg Hülshoff

Eine der bezauberndsten Wasserburgen Westfalens finden Sie in Havixbeck vor den Toren Münsters – die Burg Hülshoff. Ein kleines Museum in der Burg erinnert an ihre prominenteste Bewohnerin: Annette von Droste-Hülshoff. Die weltberühmte Dichterin („Die Judenbuche“) wurde hier 1797 geboren und lebte fast 30 Jahre lang in der Burg. Deren Park zählt zu den schönsten in Westfalen und ist Teil des Europäischen Gartennetzwerkes (EGHN).

 

3. Hermannsdenkmal

Südwestlich von Detmold grüßt Sie schon von Weitem sichtbar das berühmteste Denkmal Westfalens. Das Hermannsdenkmal erinnert an die sogenannte Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 nach Christi. Damals erlitten die römischen Legionen unter dem Feldherren Varus eine vernichtende Niederlage gegen die vereinten Germanenstämme unter dem Cheruskerfürsten Arminius. Direkt am Hermannsweg, einem der schönsten Höhenwege Deutschlands gelegen, eignet sich das Denkmal ideal für Ausflüge von Wanderfreunden.

 

4. Saal des westfälischen Friedens

Einer der wichtigsten Friedensschlüsse der abendländischen Geschichte ist für immer mit Westfalen verbunden. Denn am 15. Mai 1648 wurde der Westfälische Frieden geschlossen. Er beendete den Dreißigjährigen Krieg, der halb Europa mit unendlichem Leid und schrecklichen Verwüstungen überzogen hatte. Dieser weltbekannte Friedensschluss sorgt auch heute noch für ein positives Image unserer Region.

 

5. Isenburg

Die Ruinen der Burg Isenburg liegen auf einem steilen Sporn hoch über der Ruhr westlich der Hattinger Altstadt. Von der Größe und Pracht der mittelalterlichen Anlage zeugen heute noch die mächtigen Mauerblöcke. Die Isenburg entstand zu Beginn des 13. Jahrhunderts als einer der größten Burgneubauten im deutschsprachigen Raum. Der einstige Stammsitz der Grafen von Altena-Isenberg wurde aber bereits nach wenigen Jahren in den Rachefeldzügen zerstört, die auf den gewaltsamen Tod des Kölner Erzbischofs im Jahr 1225 folgten.

 

6. Freudenberg

Freudenberg ist die Fachwerkstadt in Westfalen. Ihre schwarz-weißen Fachwerkhäuser drängen sich zu einem einzigartigen historischen Stadtbild dicht an den Hang und präsentieren Ihnen so seine weltbekannte Giebelparade. Als einer der baugeschichtlich bedeutendsten Stadtkerne Westfalens ist der „Alte Flecken“ ein Baudenkmal von internationalem Rang.

 

7. LWL-Freilichtmuseum in Hagen

Stampfende Druckpressen, fliegende Sägespäne und quietschende Triebriemen – all das und noch viel mehr begegnet Ihnen im Hagener Museum, dem einzigen Freilichtmuseum für Handwerk und Technik in Europa. Denn die Handwerksgeräte aus dem 18. bis 20. Jahrhundert stehen hier nicht
in Vitrinen, sondern werden in einem Teil der 60 Werkstätten des Museums live betrieben.

 

8. Zeche Zollern

Die Zeche Zollern im Dortmunder Westen zählt zu den schönsten Zeugnissen der industriellen Vergangenheit in Deutschland. Sie werden es kaum glauben, dass dieses auch architektonisch außergewöhnliche Ensemble nach der Stilllegung der Zeche in den 1960er Jahren abgerissen werden sollte. Vor diesem Schicksal bewahrte die Zeche vor allem die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal – heute eine Ikone der Industriekultur.

 

9. DASA Arbeitswelt Ausstellung

Mit der DASA Arbeitswelt Ausstellung besitzt Dortmund das weltweit einzige Museum zum Thema Arbeitsschutz. Das verwundert umso mehr, da dieses Thema praktisch alle Menschen angeht. Dort können Sie zu den jeweiligen Sonderausstellungen stets ein besonderes Angebot mit Bezug zur Ausstellung wahrnehmen. Und speziell für Ihre Kinder eignet sich die DASA als inspirierender außerschulischer Lernort.

 

10. WaldSkulpturenWeg

Natur trifft Kunst heißt die Devise auf dem WaldSkulpturenWeg Wittgenstein. Der Weg eröffnet Ihnen gleichsam den Weg durch eine öffentliche Kunstgalerie in der Natur. Und das noch dazu kostenlos! Auf dem insgesamt 23 km langen Wanderweg von Bad Berleburg nach Schmallenberg über den Kamm des Rothaargebirges hinweg bilden einzigartige Arbeiten von zehn international bekannten Künstlerinnen und Künstlern die Zwischenstationen.

 

11. Dechenhöhle

In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit spielten Höhlen eine herausragende Rolle. Unsere Ururahnen wohnten darin oder nutzten sie als Opferplätze. In der Region gibt es mehrere gute Beispiele dafür, etwa die Balver Höhle und natürlich die Dechenhöhle in Iserlohn. Begeben Sie sich in deren unterirdisches Zauberreich und verbinden Sie den Abstieg in die Tiefe z. B. mit einem Besuch im Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne.

 

12. Kahler Asten

Vor allem Radiohörern ist der Kahle Asten ein fester Begriff. Denn auf dieser fast 842 m hoch gelegenen Kuppe des Rothaargebirges werden seit Jahrzehnten wichtige Daten für die Wettervorhersage ermittelt.
Auf dem Kahlen Asten misst der Deutsche Wetterdienst Temperaturen, notiert Wetterrekorde und beobachtet Wetterphänomene. Informieren Sie sich dort in einer 120 m2 großen Ausstellung zu aktuellen Messwerten und der Wissenschaft meteorologischer Prognosen.

 

13. Kurpark im Staatsbad Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen kann mit einem besonderen Titel glänzen: Es ist das letzte Staatsbad in Nordrhein-Westfalen. Seine Entwicklung zum bekannten Kurort verdankt es seiner Lage über einem Sole-Streifen, aus dem bereits vor über 2000 Jahren Salz gewonnen wurde. Der Sole-Streifen ließ verschiedene Bäder entstehen, z. B. auch Bad Lippspringe, Bad Salzuflen oder Bad Waldliesborn.

 

14. Krombacher Brauerei

In idyllischer, waldreicher Lage am Fuße des Rothaargebirges wird seit über 200 Jahren eines der beliebtesten deutschen Biere gebraut – Krombacher Pils. Das edle Naturprodukt entsteht im Einklang mit der Umwelt in einer der modernsten Brauereien Deutschlands aus reinem Felsquellwasser, ausgewähltem Siegelhopfen und zweizeiliger Sommergerste. Auf über 170.000 m2 lernen Sie dabei alles Wichtige über die Krombacher Braukunst, ihre Geschichte und die Geheimnisse ihrer hohen Qualität.

 

15. Westfalens lecksterste Seiten

Einfach, eher deftig, aber auch abwechslungsreich und lecker: So lässt sich die westfälische Küche wohl am besten beschreiben. Und nahezu im ganzen Land bietet sie regionale Spezialitäten, deren Namen so
charakteristisch sind wie ihr Geschmack sowie zum Beispiel Äpfel im Schlafrock, Blutgemüse, Currywurst, Graupensuppe, Hasenpfeffer, Nieheimer Käse, Panhas, Pickert, Pillekauken, Pfefferpotthast und viele mehr...

 

16. Westfalen ist eine Schau

Kunst und Geschichte besitzen in Westfalen einen hohen Stellenwert. Davon zeugen auch immer wieder neue Sonderausstellungen zu kunstgeschichtlichen, historischen und vielen anderen Themen. So bieten alle großen Museen regelmäßig wechselnde Ausstellungen an – ein Blick auf die jeweilige Website lohnt sich also.

 

 

17. Westfalen stellt viel dar

Ob die Internationalen Kulturtage in Dortmund, das Landestheater in Detmold oder das Tanzfestival in Bielefeld: Westfalen hat bei Theater, Tanz und Musik eine lange Tradition und daher viel zu bieten. So sind westfälische Künstler weltberühmt geworden, gleichzeitig treten hier Ensembles aus aller Welt auf, die uns mit ihren Bühnen-Shows verzaubern.

 

18. Westfalen grünt und blüht

Am 8. und 9. Juni fand wieder der „Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ statt. 50 öffentlich zugängliche und 100 private, zumeist kleine Gärten und Parks öffneten ihre Pforten und luden zum Schlendern und Bewundern ein. Jedes Jahr haben sie am „Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ die Möglichkeit, zahlreiche attraktive Veranstaltungen in den vielen herrlichen Garten und Parkanlagen in Westfalen-Lippe zu erleben.