Westfalen-Diplom 2015

Zum dritten und vorerst letzten Mal haben sich das Projekt "Kultur in Westfalen" vom LWL, der NWL, die vier Zeitungen Westfalen Post, Westfälische Nachrichten, Neue Westfälische und Westfälische Rundschau und die Krombacher Brauerei wieder zusammengeschlossen, um im Jahr 2015 das Westfalen-Diplom zu organisieren. Kultur, Natur und Kulinarisches haben die Westfalen-Lippe-Fans kreuz und quer durch die Region geführt: vom neuen LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster über den Kurfürstlichen Thiergarten in Arnsberg, vom Mühlenkreis Minden-Lübbecke bis zum Marta in Herford waren unsere Stationen gestreut.

Die Abschlussveranstaltung

Die „Besten der Besten“, das waren alle, die mindestens zwölf Stempel gesammelt haben. Sie konnten sich über eine Einladung zur Abschlussveranstaltung am 13. Februar 2016 in den Maximilianpark Hamm freuen.

Bei einem westfälischen Büffet, einer reichhaltigen Auswahl an Getränken, gesponsert von der Krombacher Brauerei, und Live-Musik von den Punch Drunk Poets, tauschten über 100 reiselustige Heimatentdecker Tipps und Anekdoten aus. Mathias Bongard, bekannt aus dem WDR, moderierte den launigen Abend.

Bei der Verlosung winkten attraktive Preise wie 20 NRW-Tagestickets und zehn LWL-Museumscards. Besonderes Glück hatten die drei Diplomanden, die die Hauptpreise gewannen: Heidi Fritzsche fährt mit ihrem neuen Münsterland-Jahresticket, Michael Moll fotografiert mit seiner neuen wasserfesten Foto-Kamera und Leonie Wicinski verbringt mit einer weiteren Person das Wildpferdefang-Wochenende in Dülmen.

© Lars Heidrich / WP (v.li.) Dr. Eberhard Christ (Geschäftsführer Westfalen Initiative), Torsten Berninghaus (stellv. Chefredakteur WP), Diplomand Michael Moll, Diplomandin Heidi Fritzsche, Uli Beele (NWL), Dr. Yasmine Freigang (Projektleitung "Kultur in Westfalen", LWL), WDR-Moderator Matthias Bongard


Bildergalerie der Abschlussfeier

© Lars Heidrich / WP
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Stationen

1. TextilWerk Bocholt

Über 20.000 Spindeln drehten sich einst in der Spinnerei Herding
in Bocholt. Heute ist der imposante Backsteinbau mit seinen vier Geschossen ein Forum für Textilkultur. In dem spannungsreich restaurierten Industriedenkmal werden Geschichte und Gegenwart des Textilen lebendig. Sonderausstellungen geben Einblicke in historische und moderne Technik, zeigen Modedesign und internationale Textilkunst.

2. Tecklenburg

Tecklenburg, Deutschlands nördlichstes Bergstädtchen und zugleich Luft- und Kneippkurort, verzaubert durch seine mittelalterliche Stadtanlage mit engen Gassen, verträumten Winkeln und romantischem Fachwerk. Eingebettet in die mittelalterliche Burganlage liegt heute der größte Anziehungspunkt der Stadt: die Freilichtbühne mit Deutschlands größtem Open-Air-Musiktheater. Erleben Sie spannende Inszenierungen und hochkarätige Besetzungen in traumhafter Kulisse.

3. Das neue LWL-Museum für Kunst und Kultur

Im Herzen von Münster am Domplatz befindet sich seit 1908 das bedeutendste Kunstmuseum Westfalens. Nach fünfjährigem Umbau eröffnete das neue LWL-Museum für Kunst und Kultur 2014 mit beeindruckender Architektur wieder. Die Gebäudespitze und das weitläufige Foyer mit Tageslichtdecke in 14,5 Metern Höhe sind die architektonischen Höhepunkte. Mit den beiden Hauptein-
gängen entsteht eine innerstädtische Passage, die über eine Sequenz von Höfen zum öffentlichen Raum wird.

4. EmsRadweg

Es ist ein besonderes Erlebnis, einem Flussverlauf von den Quellen bis zur Mündung zu folgen. Dies können Sie hautnah und quasi ganz ohne Steigungen an der Ems genießen. Auf einer Länge von 375 Kilometern führt der EmsRadweg von Hövelhof in der Senne bis zur Nordsee nach Emden. Dabei leitet Sie der EmsRadweg immer wieder direkt am Wasser entlang, aber auch in die historischen Städte und idyllischen Landschaften links und rechts der Ems.

5. Mühlenkreis Minden-Lübbecke

Deutschlands größtes Freilichtmuseum liegt im Kreis Minden-Lübbecke. 42 restaurierte Wind-, Wasser- und Rossmühlen sowie Deutschlands einzige mahlfähige Schiffmühle haben dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke im Nordosten Westfalens seinen Namen gegeben. Verbunden sind alle Mühlen durch die 320 Kilometer lange Westfälische Mühlenstraße.

6. Marta Herford

Das Marta Herford wurde vom amerikanischen Architekten Frank Gehry, der auch das Guggenheim-Museum Bilbao erbaut hat, entworfen und ist schon allein des Bauwerks wegen eine Reise nach Herford wert! Auf spielerische Art wird Architektur hier ganz neu und sinnlich erlebbar. Das Architekturerlebnis können Sie alleine, in der Gruppe oder mit Ihrer Familie im Inneren des Museums weiterführen: Wechselnde Ausstellungen mit Künstlern aus der ganzen Welt erwarten Sie bei Ihrem Besuch.

7. Nieheim

Das kleine sympathische Städtchen liegt umgeben von üppiger Natur im Teutoburger Wald. Der historische Ortskern entfaltet seinen besonderen Charme durch die Fachwerk- und Ackerbürgerhäuser und Bauwerke im Stil der Weserrenaissance. Und auch kulturell hat Nieheim einiges zu bieten: den Deutschen Käsemarkt, die Schaukäserei, die Nieheimer Holztage, das Westfalen Culinarium und das Sackmuseum.

8. Westfälische Salzwelten

Bad Sassendorf ist ein bekannter Kurort in der Mitte Westfalens. Seit diesem Jahr hat es neben Sole-Thermalbad, Kurpark und Gradierwerk eine neue Attraktivität: die Westfälischen Salzwelten.  Hier kann man aber nicht nur schauen – hier werden alle Sinne angesprochen. Die Besucher können verschiedene Salze probieren oder daran riechen.

9. Kurfürstlicher Thiergarten

Ein über zwölf Kilometer langer Wanderweg führt Sie in Arnsberg durch das Gebiet des ehemaligen Kurfürstlichen Thiergartens. 1653 von Kurfürst Maximilian Heinrich zum Jagdvergnügen angelegt, sind hier Spuren aus zehn Jahrhunderten westfälischer Geschichte zu entdecken. Folgen Sie einfach dem Zeichen mit dem weißen Hirsch!

10. Galileo-Park

Hoch über dem Lennetal liegen die Sauerland-Pyramiden, die sich immer mehr als heimliches Wahrzeichen der Region etablieren. In insgesamt vier der sieben Pyramiden begeistert der Galileo-Park seine Gäste mit interessanten und außergewöhnlichen Ausstellungen. Auf unterhaltsame und doch anspruchsvolle Art
und Weise wird Wissen vermittelt und Interesse an neuen Themen geweckt.

11. Atta-Höhle

Eine kleine Ewigkeit dauert es, bis sich der Wassertropfen von der Decke der Alhambra-Halle löst und zu Boden fällt. In sich trägt er das Baumaterial für ein unvergleichliches Paradies der Unterwelt: Mit dem aus der Erde gelösten Kalk baut Mutter Natur an einem noch winzigen Tropfstein. Und sie lässt sich Zeit: Gerade einmal einen Zentimeter wächst der Stalaktit in 100 Jahren.

12. Burg Altena

Mitten im Sauerland liegt auf einem steilen Felsen eine der schönsten Höhenburgen Deutschlands: die Burg Altena. Der Wehrbau aus dem 12. Jahrhundert verdankt seine internationale Bekanntheit der ersten ständigen Jugendherberge der Welt. Sie wurde 1914 hier eingeweiht und ist heute ein Museum.

13. Schiffshebewerk Henrichenburg

Die Menge jubelte, als Kaiser Wilhelm am 11. August 1899 das Schiffshebewerk Henrichenburg einweihte. Noch heute sind die Besucher begeistert von diesem größten Bauwerk am Dortmund-Ems-Kanal. Der gigantische Aufzug liegt seit über 40 Jahren still. Die Geschichte des Hebewerks und der Menschen am Kanal macht das Industriemuseum in seinen Ausstellungen wieder lebendig.

14. Haus Kemnade

Im Tal der Ruhr, zwischen Bochum und Hattingen gelegen, steht einer der schönsten erhaltenen Adelssitze der Region. Eine Gräfte und üppiger Baumbestand mumsäumen das Herrenhaus mitsamt seinen vorgelagerten Wirtschaftsgebäuden. Das Kulturhistorische Museum „Haus Kemnade“ zeigt in seiner ständigen Ausstellung die Sammlung Grumbt, die größte Musikinstrumentensammlung in NRW.

15. Museum für Kunst- und Kulturgeschichte

Westfalen feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: seinen 200. Geburtstag. Während des Wiener Kongresses 1815 wurde der Flickenteppich der westfälischen Territorien dem Königreich Preußen zugeschlagen. Mit der Bildung der Provinz Westfalen wurde erstmals ein politischer Raum mit klaren Grenzen und einer einheitlichen Verwaltung geschaffen.

16. Zentrum für Internationale Lichtkunst

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. Ende Mai 2001 in der ehemaligen Lindenbrauerei Unna eröffnet, findet die Lichtkunst hier eine Präsentationsfläche, wie sie faszinierender und wirkungsvoller nicht sein könnte: Weithin sichtbar durch den 52 Meter in den Himmel ragenden Schornstein der Brauerei, bietet sich dieser zeitgenössischen Kunstform tief unter der Erde eine Fläche von insgesamt 2.400 Quadratmetern.

17. Westfalen lockt mit gutem Geschmack

Westfalen ist einfach köstlich! Denn als echte Genusslandschaft wartet es mit einzigartigen Spezialitäten genauso auf wie mit einer typisch regionalen Küche. Die Gerichte sind abwechslungsreich und eher einfach, munden aber auch Gourmets mit Lust auf deftige Kost. Vielleicht haben Sie sich ja auch irgendwo in der Gastronomie Westfalens mit einem ganz besonders leckeren westfälischen Essen verwöhnen lassen? Empfehlen Sie gerne ein Gericht und / oder eine Gaststätte mit regionaler Küche den vielen anderen Diplomanden auf unserer Facebook-Seite.

18. "Natürlich schön!"

Am 13. und 14. Juni findet in diesem Jahr zum vierten Mal der „Tag der Gärten & Parks“ statt. Über 150 öffentliche und private Anlagen in ganz Westfalen- Lippe präsentieren sich an diesem Wochenende ihren Gästen. Ob wilde Naturschönheiten oder streng symmetrische, architektonische Meisterwerke, ob Nutz- oder Ziergarten, exotische Kostbarkeiten, Park oder Promenade – kaum etwas ist so vielfältig wie Gartenkultur. Der Besuch eines Gartens ist wie ein kleiner Urlaub.

19. Westfalen ist eine Schau

Malerei und Skulptur, Tanz und Musik, Theater, Literatur und Geschichte – das Angebot an Kulturveranstaltungen ist abwechslungsreich und von hoher Qualität. Auch viele ehemalige Schlösser und Burgen, Klöster oder Fabriken laden zum Besuch ein. Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei – überall in Westfalen-Lippe.