Westfalen-Diplom

2012 schlossen sich das Projekt „Kultur in Westfalen“, der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Westfälische Rundschau beziehungsweise Westfalenpost zusammen, um das Westfalen-Diplom auszuloben. Da hat noch niemand geahnt, dass diese Kampagne so viele treue Fans finden würde.

Ob Sieger- oder Sauerländerin, Ostwestfale, Ruhri, Lipper oder Münsterländerin: Sie alle sollten über ihre Region hinaus auf Touren gebracht werden. Mit dem Westfalen-Diplom wollten die Organisatoren den Menschen in Westfalen-Lippe ihre Heimat näher bringen und für die vielfältige, qualitätvolle Kultur und Natur hierzulande werben.

Viele passionierte Westfälinnen und Westfalen ließen sich gleich zu Beginn am 1. Mai 2013 zur Teilnahme anspornen. Mit viel Spaß und großer Neugier unternahmen sie Ausflüge durch Westfalen-Lippe zu den vorgegebenen Zielen und ließen sich diese in ihrem persönlichen Stempelheft vor Ort bestätigen.

Spannende Museen wie das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop gehörten ebenso dazu wie Warendorf, die Stadt des Pferdes. Im Nordosten von Westfalen galt es, die Mühlen zu entdecken und im sauerländischen Ramsbeck ins Bergwerk einzufahren. Die sportlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die vielfältige und einzigartige Natur vom abwechslungsreichen Emsauenweg bis zur faszinierenden Atta-Höhle für sich entdecken.

Unter dem Motto „Westfalen ist eine Schau“ sollten Westfalenliebhaber darüber hinaus selbst eine Veranstaltung wählen. Ob Oper oder Lesung, Konzert oder Malkurs, das konnte sich jeder selbst aussuchen. Einen weiteren Stempel gab es für den Besuch eines Gartens oder Parks am „Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ an jedem zweiten Juniwochenende. Sonderstempel gab es, wenn man mit Bus und Bahn unterwegs war.

So kamen Westfalenfans mit dem Westfalen-Diplom kreuz und quer durch Westfalen-Lippe auf Touren: Von Freudenberg bis Minden, von  Gronau bis Winterberg, von Hattingen bis Höxter waren die Stationen gestreut.

Wem der Magen knurrt, nützt auch die schönste Kultur nichts: Daher gab es einen Stempel für den Genuss eines westfälischen Gerichts, von Pfefferpotthast bis Dicker Pickert. Rezepte für „Äpfel im Schlafrock“, „Westfälisches Blindhuhn“ und Wirsingrouladen gab es im Stempelheft mit dazu.

Als Anreiz winkten nicht nur unvergessliche Ausflüge, auch waren in jedem Jahr tolle Preise zu gewinnen. Neben ÖPNV-Tagestickets wurden LWL-Museumscards verlost. Die Hauptpreise ließen sich sehen: 2013 gab es eine Ballonfahrt und ein E-Bike zu gewinnen. Im Jahr 2014 waren ein ÖPNV-Jahresticket, ein Wellness-Wochenende und ein iPad die Hauptpreise. Zuletzt gab es 2015 ein ÖPNV-Jahresticket, eine Fotokamera und ein Pferdefang-Wochenende in Dülmen zu gewinnen. 

Alle, die ihr Stempelheft mit der Mindestanzahl an Stempeln gefüllt hatten (zuletzt waren es zehn Stempel), erhielten ihr Westfalen-Diplom.

Die fleißigsten Stempelsammler wurden in jedem Jahr außerdem zur exklusiven Abschlussveranstaltung eingeladen. Da konnten die reiselustigen Heimatentdecker bei Live-Musik und einem westfälischen Büffet  mit reichhaltiger Getränkeauswahl, gesponsert von der Krombacher Brauerei, Tipps und Anekdoten austauschen.

© Ralf Rottmann/WP
© Volker Hartmann/WP
© Lars Heidrich/WP
© Ralf Rottmann/WP
© Volker Hartmann/WP
© Lars Heidrich/WP

Insgesamt wurden in jedem Jahr  5.000 Stempelhefte verschickt und verteilt. Knapp 1.000 Teilnehmer haben ihr Stempelheft zurückgeschickt. Von ganz vielen wissen wir, dass sie das Heft gerne als Anregung für Ausflüge genutzt haben.

Das Westfalen-Diplom hat im Jahr 2015 zum vorerst letzten Mal stattgefunden. Nach drei Jahren ist es an der Zeit, über eine Weiterentwicklung der Kampagne nachzudenken.

Alle, die Westfalen-Lippe auch ohne Diplom erkunden möchten, finden die drei Stempelhefte mit allen Stationen hier zum Herunterladen:



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