Die Foren der 7. Westfälischen Kulturkonferenz

Bei Ihrer Anmeldung werden Sie gebeten anzugeben, an welchen beiden Foren Sie teilnehmen wollen. Je nach Interesse finden die Foren dann einmal oder zweimal statt.

Forum       1

Mit der Kulturentwicklungsplanung beginnen

Im Vorfeld eines Kulturplanungsprozesses gibt es viele Fragen: Wie kann die Akzeptanz für eine Kulturentwicklungsplanung in Politik und Verwaltung erreicht werden? Was sollte zur Vorbereitung geschehen? Was sind die Arbeitsschritte? Wer sollte mitwirken? Wie erreicht man die, die mitwirken sollen? Welche Kosten entstehen? Welche Arbeits- und Raumkapazitäten sind notwendig? Was geschieht, wenn der Vorschlag für einen Kulturentwicklungsplan erarbeitet wurde?
Kulturentwicklungsplanung Erfahrene geben Antworten.

Lisa Stremlau (Bürgermeisterin der Stadt Dülmen)
Andreas Kimpel und Wilhelm Kottmann (Kulturdezernent und Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Gütersloh)
Reinhart Richter (Richter Beratung Osnabrück)
Bernward Tuchmann (TUCHMANN Kulturberatung, Münster/Berlin)

Forum       2

Künstlerischen Anliegen Gewicht verleihen: Kulturentwicklungsplanung für und mit Kulturschaffenden

Wie können Anliegen von Künstlerinnen und Künstlern und anderen Kulturschaffenden an die Kulturpolitik (in ihrem Ort) im Rahmen einer Kulturentwicklungsplanung erarbeitet werden? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit sich Künstlerinnen und Künstler beteiligen können? Kulturschaffende sind eingeladen, ihre Erwartungen, Vorgehensweisen und Mitwirkungsmöglichkeiten zu thematisieren.

Harald Redmer (Geschäftsführer des NRW Landesbüros Freie Darstellende Künste e. V., Dortmund)
Julia Siebeck (Kulturmanagerin des Kreises Höxter)
Eva Preckwinkel (Künstlerin, Osnabrück)
Ulla und Yehuda Almagor (Gründer des TeatronTheaters, Arnsberg) 
Claudia Schwidrik-Grebe (Geschäftsführerin des Kultursekretariats NRW Gütersloh)

Forum 3

Der Mix macht's

Gute Kulturentwicklungsplanung braucht ein ganzes Bündel analytischer und partizipativer Methoden und Verfahren. Zu den bekannten und bewährten Instrumenten gesellen sich in den letzten Jahren neue, zum Beispiel die Netzwerkanalyse, die Strukturanalyse, das kulturpolitische Narrativ und das Mapping der Kultureinrichtungen. Anhand von unterschiedlichen Planungsprozessen werden in dem Forum alte und neue Instrumente vorgestellt und diskutiert.

Dr. Robert Peper (Kulturwissenschaftler an der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg)
Dr. Norbert Sievers (Hauptgeschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V., Bonn)
Kristina Dröge (Kulturreferentin des Kreises Steinfurt)

Forum       4

Kulturentwicklungsplanung: Was hat es gebracht?

Über tausend Menschen haben sich in Kulturplanungsprozessen in Westfalen-Lippe engagiert. Was waren ihre wichtigsten Erfahrungen? Können Künstlerinnen, Künstler und andere Kulturschaffende zusammen mit Politikerinnen und Politikern im Kulturbereich etwas bewegen? Wo liegen Stärken und Schwächen von offenen Planungsprozessen? Wie kann der hier gewählte Weg insgesamt eingeschätzt werden? Diese und andere Fragen sollen im Forum beantwortet werden. Es werden erste Ergebnisse einer aktuellen Evaluation von Kulturplanungen in der Region vorgestellt.

Dr. Markus Morr (Kulturreferent des Landkreises Marburg-Biedenkopf)
Stefanie Keil M. A. (Kulturwissenschaftlerin, Herford)
Dr. Cornelia Bockrath (Referatsleiterin in der LWL-Kulturabteilung, Münster)

Forum       5

Wir haben Pläne! Kulturarbeit steuern mit dem Jahresbericht

Viele Kommunen und Kultureinrichtungen haben bereits Jahresberichte eingeführt – als Rechenschaftsbericht für Politik und Verwaltung, zur Information der Öffentlichkeit und Selbstvergewisserung. Werden diese systematisch mit den Zielen aus Kultur -planungsprozessen verknüpft, sind sie zugleich gute Steuerungsinstrumente. Wie Jahresberichte effizient und effektiv erstellt werden können und wie damit die kulturpolitische Steuerung gelingen kann, wird anhand von Erfahrungen aus Gütersloh und Dülmen diskutiert.

Silke Althoff (Leiterin des Kulturbüros der Stadt Dülmen )
Silke Niermann (Geschäftsführerin der Stadtbibliothek Gütersloh GmbH )
Christine Wingert (Wiss. Mitarbeiterin der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V., Bonn)
Dr. Wolfgang Werner (Kulturpolitiker, Dülmen)

Leitfaden für den Jahreskultur- und -evaluationsbericht

Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie hier.

Forum       6

Bürgerschaftliche Plattformen für die kommunale Kulturentwicklung

Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Kulturplanungen wird stark erhöht, wenn sich in den Kommunen bürgerschaftliche Plattformen gründen, die Gesprächspartner und kritische Begleiter von Kulturverwaltung und Politik sind. Durch viele Kulturplanungsprozesse in Westfalen-Lippe sind Kultur(bei)räte, Kulturforen und Kulturkonferenzen entstanden. Wie unterscheiden sich diese Beteiligungsformen? Wie sind sie gegründet worden? Welche Erfahrungen gibt es mit ihrer Arbeit?

Wolfgang Streblow (Fachdienstleiter Kultur und Weiterbildung der Stadt Lippstadt )
Hans-Werner Tata (Kulturbüro Witten)
Martin Schreckenschläger (Vorsitzender des Kulturbeirats Witten)
Regina-Dolores Stieler-Hinz (Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Minden)
Johanna Brühl (Netzwerk- und Organisationsentwicklerin, Lippstadt)

Forum       7

Voneinander lernen - gemeinsam die kulturelle Zukunft gestalten

Es wird zunehmend wichtiger, dass Menschen aus anderen Kulturen, die in Deutschland leben, aktiv in Zukunftsplanungen für das Kulturleben in den Kommunen eingebunden werden. Einerseits ist es schwierig, diese Zielgruppen zu aktivieren, andererseits besteht großes Interesse an Mitwirkung. Wie kann die Ansprache erfolgen, wie kann gemeinsames Wirken auf Augenhöhe erfolgen? Neue Chancen bietet der hohe Anteil von Kulturschaffenden unter den Flüchtlingen.

Antje Valentin (Direktorin der Landesmusikakademie NRW, Heek)
Dr. Tayfun Belgin (Direktor des Osthaus Museums, Hagen)
Anushaant Wijayakulasingam (Essen)
Ursula Woltering (Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadt Ahlen)

Forum       8

Kulturplanung in Großstädten

Bielefeld und Düsseldorf haben ihre Kunst und Kultur strategisch aufgestellt. Wie unterscheiden sich die Rahmenbedingungen einer Kulturentwicklungsplanung in einer großen Großstadt von der in einer mittelgroßen Großstadt? Welche Vorgehensweisen haben sich für Planungsprozesse in einer großen Großstadt bewährt? Lässt sich das Planungsverfahren von Düsseldorf auf Dortmund übertragen? Das Forum verspricht eine interessante Diskussion.

Dinah Bielicky (Projektkoordinatorin der Kulturentwicklungsplanung der Stadt Düsseldorf)
Kurt Eichler (Leiter der Kulturbetriebe Dortmund)
Dr. Udo Witthaus (Beigeordneter für Schule, Bürger, Kultur der Stadt Bielefeld)

Düsseldorf: www.kep-duesseldorf.de
Bielefeld: www.bielefeld.de/de/kf/kulturentwicklung/

Forum       9

Strategien im ländlichen Raum

In Westfalen-Lippe haben in den vergangenen Jahren etliche Kommunen gemeinsam Kulturplanung betrieben. Nun stellt §16 des Kulturfördergesetzes NRW die Förderung interkommunaler Kulturentwicklungsplanung in Aussicht. Und im Landeskulturbericht wird ein großer Bedarf an strategischen Instrumenten, besonders von kleineren Kommunen, erkennbar. Ausgehend von den wichtigsten Erfahrungen bietet das Forum Raum für Austausch über Erfolgsfaktoren für gemeinsame,
nachhaltige Kulturplanung.

Thomas Gehring (Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadt Halver)
Rikarde Riedesel (Abteilungsleiterin Kultur und Erwachsenenbildung der Stadt Bad Berleburg)
Dr. Andrea Brockmann (Leiterin des Kulturbüros der Stadt Schmallenberg)
Silke Erdmann (Regionalmanagerin der LEADER-Region LenneSchiene, Werdohl)
Andrea Hankeln (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Düsseldorf)
Catrin Boss (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Düsseldorf)

interkommunale Kulturplanung Bad Berleburg und Schmallenberg: www.kultur-ausblick.de
interkommunale Kulturplanung der Kommunen Schalksmühle, Halver Kierspe, Meinerzhagen: Kulturentwicklungsplan "Oben an der Volme"
Dokumentation der Konferenz "Kulturförderung gemeinsam gestalten" des NRW-Kulturministeriums am 22. März 2017 in Düsseldorf
www.mfkjks.nrw/sites/default/files/asset/document/dokumentation_fachkonferenz_kulturfoerderung_gemeinsam_gestalten_22_03_2017
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Forum       10

Das kulturpolitische Konzept des LWL – noch ein Plan?

Das letzte kulturpolitische Konzept des LWL stammt aus dem Jahr 2001. Die Wahrnehmung und die Kommunikation von Kultur, das Verständnis von und der Anspruch an Kultur haben sich in der Zwischenzeit genauso geändert wie die Menschen, die sich für Kultur interessieren. In diesem Forum soll zunächst vorgestellt werden, welche Herausforderungen uns künftig erwarten und welche neuen Eckpunkte das kulturpolitische Konzept des LWL haben soll. Wenn Kultur attraktiv, für möglichst viele erreichbar sein und auch in den nächsten Jahren zukunftsorientiert präsentiert werden soll, müssen jetzt die Weichen gestellt werden.

Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (LWL-Kulturdezernentin, Münster)
Dr. Regine Prunzel (Referatsleiterin in der LWL-Kulturabteilung, Münster)

Das kulturpolitische Konzept des LWL 2000

Forum       11

Wie machen es die anderen?

Viele Orte und Regionen in Deutschland haben zwar keinen Kulturentwicklungsplan, verwenden gleichwohl strategische Planungsinstrumente bei ihrer Kulturarbeit. Wir blicken über den westfälischen Tellerrand in die Region Aachen und in den Landkreis Peine und diskutieren mit den Teilnehmenden unterschiedliche Vorgehensweisen im Umgang mit strategischer Kulturplanung.

Susanne Ladwein (Wiss. Mitarbeiterin im Bereich Kultur im Zweckverband, Region Aachen)
Anna-Lisa Bister (Leiterin Servicestelle Kultur Landkreis Peine)
Dr. Roland Löffler (Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative, Münster)

Kulturregion Aachen: www.regionalekulturpolitiknrw.de/die-kulturregionen/aachen/
Landkreis Peine: www.kultur-peinerland.de/Servicestelle-Kultur/Kulturentwicklung