Auftrag und Ziele

Das Projekt "Kultur in Westfalen" will die kulturelle Infrastruktur in Westfalen-Lippe stärken und damit zur Profilbildung der Region beitragen. Dafür bringen wir Kulturakteure gezielt und punktuell zusammen, immer in gesamtwestfälisch-lippischer Perspektive. Unser Ziel ist es, noch mehr gemeinsames Handeln sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene zu befördern. Gemeinsam gilt es, den gesellschaftlichen Stellenwert von Kultur zu verbessern.

In der Außenwirkung initiieren oder unterstützen wir Projekte mit Strahlkraft für ganz Westfalen-Lippe; in der Binnenwirkung will das Projekt zur Stärkung der Kulturakteure als westfälisch-lippische Interessengemeinschaft beitragen.

Der Kulturkontakt Westfalen ist unsere Plattform zur Information und Kommunikation.

Wir laden alle Kulturakteure ein, sich an der Kulturentwicklung in der Region zu beteiligen.

Initiativen und Projekte

Westfälische Kulturkonferenz

Literaturland Westfalen

Gärten und Parks in Westfalen-Lippe

Kulturagenda Westfalen

Bürgerschaftliches Engagement in der Kultur

Westfalen-Diplom


Projektberichte


Projektbericht 2010 bis 2012 hier herunterladen

Projektbericht 2013 bis 2015 hier herunterladen


Träger und Dauer

Das Projekt „Kultur in Westfalen“ wurde 2010 begonnen und wird für drei weitere Jahre, bis Ende 2018, fortgesetzt.

Es wird getragen von der LWL-Kulturstiftung und der Stiftung Westfalen-Initiative und gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Projektbüro ist in der Kulturabteilung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) angesiedelt. Der LWL hat vor allem initiierende und moderierende Rollen. Er ist die einzige Organisation, die in ganz Westfalen-Lippe und in allen Kultursparten tätig ist.


Lenkungsgruppe

Die Lenkungruppe zum Projekt hat sich am 28. April 2010 auf Burg Altena konstituiert. Sie wird moderiert von LWL-Direktor Matthias Löb und kommt mindestens einmal jährlich zusammen.

  • Die Mitglieder der Lenkungsgruppe sind die ersten Botschafter des Projekts.
  • In der Lenkungsgruppe formiert sich der gemeinschaftliche Wille zur Förderung des Projekts.
  • Die Mitglieder treffen die konzeptionell-strategischen Entscheidungen und erteilen Handlungsempfehlungen und Arbeitsaufträge an das Projektteam.

 Der Lenkungsgruppe gehören 15 Personen an:

  • Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe (seit 2010)
  • Karl Dittmar, Vorsitzender des Kuratoriums der LWL-Kulturstiftung (seit 2010)
  • Dieter Gebhard, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung und des LWL- Kulturausschusses (seit 2010)
  • Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf (seit 2010)
  • Vera Kalkhoff, Projektbevollmächstigte der Stiftung Westfalen-Initiative (seit 2016)
  • Dr. Axel Lehmann, Landrat des Kreises Lippe (seit 2015)
  • Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster (seit 2010)
  • Matthias Löb, LWL-Direktor und Vorsitzender des Vorstandes der LWL-Kulturstiftung (seit 2014)
  • Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein (seit 2015)
  • Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford (seit 2016)
  • Bernd Neuendorf, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (seit 2012)
  • Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin (seit 2010)
  • Erik Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen (seit 2015)
  • Dr. Christian Schulze Pellengahr, Landrat des Kreises Coesfeld (seit 2015)
  • Christoph Tesche, Bürgermeister der Stadt Recklinghausen (seit 2015)

Hintergrund des Projekts

Projektgenese

Das Projekt ist als eine Reaktion auf den Bericht „Kunst.NRW“ entstanden, den die Staatskanzlei NRW und die Kunststiftung NRW in Auftrag gegeben hatten und der im Sommer 2008 veröffentlicht worden ist. In dem Gutachten wurden Perspektiven für die kulturelle Entwicklung Nordrhein-Westfalens aufgezeigt. Das Ergebnis wurde im Landesteil Westfalen-Lippe als ernüchternd und nicht angemessen bewertet. Warum war Westfalen-Lippe scheinbar nicht existent in den Überlegungen zur kulturellen Zukunft Nordrhein-Westfalens?

In der Folge wurden, unter Federführung der LWL-Kulturabteilung und gemeinsam mit der Westfalen-Initiative und den drei Bezirksregierungen in Westfalen-Lippe, im Januar und Februar 2009 Expertengespräche zu sieben Themenbereichen veranstaltet, von Musik, Theater und Tanz über Museen bis zu Gärten, Industriekultur und Wissenschaft. Ziel war eine Analyse des Bestandes und des kulturellen Potenzials der Region. Die Ergebnisse wurden in einem Entwurf von Handlungsempfehlungen im März 2009 gebündelt.

Am 7. Mai 2009 wurden in einer weiteren Workshop-Runde und in einem Plenum mit über 100 Kulturakteuren aus Westfalen-Lippe die Vorstellungen noch einmal zusammengefasst und konkretisiert sowie die Handlungsempfehlungen zur Verabschiedung vorgelegt. (Handlungsempfehlungen als pdf zum Herunterladen hier)

Im November 2009 schließlich wurde auf einer Klausurtagung von LWL, Bezirksregierungen und Westfalen-Initiative das Projekt „Kultur in Westfalen“ geplant und von der LWL-Kulturabeilung auf den Weg gebracht.

Es hat seine Arbeit im Sommer 2010 aufgenommen.

Ziele 

  • Arbeitsgemeinschaften etablieren sich als fachliche Knotenpunkte im Kulturnetz Westfalen-Lppe.
  • Das Projektteam unterstützt die Entwicklung, Verbreitung und Vermarktung von Projekten mit Strahlkraft für die ganze Region.
  • Die sieben Themenfelder der Handlungsempfehlungen 2009 werden auf ihre Eignung als Leitthemen für die kulturelle Profilierung Westfalen-Lippes untersucht und daraus ggfs. konkrete Projekte entwickelt.
  • Unter dem Dach des Projekts wird das Vorhaben einer Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe vorangetrieben.
  • In jedem Jahr wird eine gesamtwestfälisch-lippische Kulturkonferenz veranstaltet.

Broschüre

Im April 2010 erschien die Broschüre "Was dem Westfalen seine Kultur ... Von kreativen Impulsen und lebendiger Tradition". Damit wurde zum ersten Mal ein Gesamtüberblick über die Vielfalt und hohe Qualität kultureller Aktivitäten in Westfalen-Lippe geboten.

Die Broschüre ist vergriffen. Auf Nachfrage mailen wir sie Ihnen gerne als pdf-Datei. (Kontakt: kultur-in-westfalen@lwl.org).


Strategische Aspekte

Stand: Sommer 2010

Einige Aspekte haben im Kulturnetz Westfalen-Lippe besondere Bedeutung und bilden konzeptionell-strategische Grundlagen für die Projektarbeit:

Partizipatorisches Prinzip als Handlungsmaxime: Grundlage unseres Handelns ist der Wille der Akteure, der sich in der jeweiligen Arbeitsgemeinschaft formiert; das Projekt hat vor allem moderierende und unterstützende Funktionen.

Teilregionen: Räumlich gesehen bewegt sich Kultur in gesamtwestfälisch-lippischer Perspektive im Spannungsfeld zwischen Kommunen, mehreren und je nach Politikfeld unterschiedlich definierten Teilregionen sowie dem Land NRW. Starke Netzwerke und Profilbildung sind vor allem durch die Kulturpolitik (RKP) des Landes NRW sowie Regionenmarketing entstanden. Neben dem LWL bilden daher die Teilregionen wichtige konzeptionelle Anknüpfungspunkte im Projekt.

Westfalen als Marke: Westfalen ist vor allem in der Außensicht sehr bekannt und ein vielfach positiv besetzter Name. Er ist daher als funktionale Marke hervorragend geeignet und wird entsprechend eingesetzt.

Themenfelder: In der Vorbereitung des Projekts wurden sieben Themenfelder mit Potenzial für eine Profilierung der Region insgesamt erkannt: Wege – Experimentierfeld Westfalen – Lichtkunst – Arbeitswelt, Strukturwandel und Zukunftsperspektiven – Klöster – Gärten und Parks – Adel.
Diese Themenfelder können Grundlage für die Entwicklung von Projekten sein; auf der strategischen Ebene ist zu prüfen, welche von ihnen sich zu profilbildenden Leitthemen für ganz Westfalen-Lippe entwickeln lassen und wie dies langfristig nutzbar gemacht werden kann. Dies kann vor allem in Hinsicht auf eine Kulturentwicklungsplanung für die Region von Bedeutung sein.

Pilotcharakter: Das Projekt hat Pilotcharakter, indem seine Ziele eine dauerhafte Aufgabe sind. Die langfristige Perspektive und Nachhaltigkeit sind auf allen Projektebenen immer mitzudenken.