Netzwerk Kulturplanung

Das Netzwerk Kulturplanung  ist aus der Kulturagenda Westfalen hervorgegangen. Vertreter der Pilotkommunen und ihre Beobachterinnen und Beobachter haben sich 2013 zusammengeschlossen.
Das Netzwerk ist offen für Alle, die sich hauptamtlich mit strategischer Kulturplanung befassen oder dies vorhaben. 

Wenn Sie Interesse haben mitzuarbeiten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Die Ziele des bundesweit einmaligen Netzwerks:

  • Kommunikation und Transparenz fördern,
  • fachlichen Austausch stärken und voneinander lernen,
  • Qualifizierung ermöglichen,
  • fachliche Diskussionen über aktuelle Themen, ggfs. mit externen Experten, führen.

Das Netzwerk trifft sich zweimal jährlich, jedes Treffen hat einen thematischen Schwerpunkt.

Das Netzwerk wird moderiert vom Projektteam "Kultur in Westfalen".

Die Mitmachgruppe zum Netzwerk Kulturplanung ist eine geschlossene Gruppe. Sie ermöglicht es den Mitgliedern, einfach über Internet miteinander zu kommunizieren - ohne dass sie Daten über sich preisgeben müssen oder sie ausspioniert werden. zur Mitmachgruppe


Foto LWL/Anna Kopetsch

Treffen am 27. Februar 2018 in Lippstadt

Am 27. Februar traf sich das Netzwerk Kulturplanung in Lippstadt.

 

 

Kunst im öffentlichen Raum

Schwerpunktthema war „Kunst im öffentlichen Raum“, ausgehend von der Handreichung der Kulturamtsleiterkonferenz NRW von 2012.

Claudia Schwidrik-Grebe, Geschäftsführerin des Kultursekretariats NRW Gütersloh, stellte die Plattform „NRW skulptur“ vor. Das Internetportal präsentiert eine Auswahl herausragender Kunst im öffentlichen Raum in ganz Nordrhein-Westfalen aus der Zeit nach 1945. Die Skulpturen hat eine Jury aus Vorschlägen der Städte ausgewählt.

Wolfgang Streblow, Fachdienstleiter Kultur und Weiterbildung der Stadt Lippstadt und Gastgeber des Netzwerktreffens, berichtete, wie Kunst im öffentlichen Raum in Lippstadt organisiert ist. Dort ist die Auseinandersetzung damit ein Auftrag aus der Kulturentwicklungsplanung.

Impulse setzte auch der Künstler Prof. Markus Ambach aus Düsseldorf.  Der Hochschuldozent stellte unter anderem das Projekt „Der urbane Kongress“ vor, durch das Grundlagen für die Neuordnung der Kunst im öffentlichen Raum in Köln entwickelt werden sollten. Fragen des Umgangs mit dem Bestand standen dabei im Mittelpunkt.

Georg Elben bekräftigte die Ausführungen. Er ist nicht nur Leiter des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl, sondern auch Vorsitzender des Arbeitskreises "Kunst im öffentlichen Raum" innerhalb der RuhrKunstMuseen und berichtete zum Beispiel über „Neuenthüllungen“ und andere Projekte im Ruhrgebiet.

Ambach sowie Elben warben für eine prozessorientierte, kreative und partizipative Herangehensweise. Qualitätssicherung, Vermittlung und Pflege seien im Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum zentrale Handlungsfelder. Auch über Entsammeln von Kunst im öffentlichen Raum müsse nachgedacht werden können.

Kulturentwicklungsplanung

Einen Überblick über den Kulturentwicklungsprozess in Moers gab Diana Finkele. Der Prozess wurde 2016 begonnen. Die Ergebnisse sind in 34 Handlungsempfehlungen zusammengefasst, so die Leiterin des Grafschafter Museums. Mit der Umsetzung ist begonnen worden.
Der Prozess ist im Internet dokumentiert unter:
www.moers.de/de/kultur/kulturentwicklungsprozess-kep-zukunft-kultur-moers/

Nächstes Treffen
Das nächste Treffen soll Ende des Jahres in Herten stattfinden.

 


Treffen am 9. Mai 2017 in Gütersloh

Am Dienstag (9. Mai 2017) hat sich das Netzwerk Kulturplanung in Gütersloh getroffen.

Digitalisierung in der kommunalen Kulturarbeit

Schwerpunkt des Treffens war Digitalisierung in der kommunalen Kulturarbeit, inhaltlich an das vorige Treffen anschließend. Die Netzwerker trugen zunächst die vielen verschiedenen Handlungsfelder zusammen. Sie stellten die Verschiedenartigkeit der Aufgaben fest, von der Digitalisierung des materiellen Kulturerbes und Social Media bis zu Open data und neuen Kunst- und Kulturformen in der digitalen Welt bzw. durch die neuen digitalen Möglichkeiten.

Einen Blick in die Zukunft warfen Fachleute der Uni Paderborn. Sie stellten ihre Idee eines „OWL • Kultur“-Portals vor, eine gemeinsame Plattform für Kultur und Tourismus in OWL. Im Austausch darüber ging es vor allem um die organisatorischen und technischen Herausforderungen. Herausgestellt wurde die politische Dimension, nämlich das Zusammenrücken der Region durch die gemeinsame Arbeit an diesem Portal.

Die nächsten Termine in Kulturplanungsprozessen:

14. Mai Wahl des Kulturbeirates in Witten
16. Mai Auftaktveranstaltung der Kulturentwicklungsplanung in Rheine
23. Mai Zielkonferenz im Kulturplanungsprozess in Borken
1. Juni Evaluation des Kulturplanungsprozesses im Kreis Höxter

Westfälische Kulturkonferenz 2017

Strategische Kulturplanung ist auch das Schwerpunktthema der nächsten Westfälischen Kulturkonferenz. Sie findet am 7. September in Arnsberg statt. Alle Kulturakteure sind jetzt schon eingeladen, sich den Termin vorzumerken. Weitere Informationen folgen.

Nächstes Treffen

Das nächste Treffen des Netzwerks Kulturplanung findet mit dem Schwerpunkt „Kunst im öffentlichen Raum“ Ende des Jahres in Lippstadt statt.


Treffen am 6. Dezember 2016 in Hagen

An Nikolaus traf sich das Netzwerk Kulturplanung das zweite Mal in diesem Jahr. 20 Mitglieder aus ganz Westfalen und Lippe waren nach Hagen gekommen. Neu in der Runde war Sylvia Korte von der Stadt Gevelsberg.

Schwerpunktthema des Netzwerktreffens waren virtuelle Kulturplattformen. Ausgehend von der neuen Kulturplattform für den Kreis Höxter www.netzschafftkultur.de tauschten sich die Netzwerker über verschiedene Plattformen aus und schauten sich sowohl Beispiele aus Westfalen wie auch aus anderen Teilen Deutschlands an. Dabei diskutierten sie über die verschiedenen Tools wie Kalender, Landkarten oder Ticketing, technische und organisatorische Schnittstellen und die Frage, was eine moderne, nutzerorientierte Plattform können muss. Die rege Diskussion führte schließlich zu dem Ergebnis, das Thema beim nächsten Treffen noch einmal zu vertiefen.

Daneben gab es aus etlichen Kulturplanungsprozessen wieder Positives zu berichten, zum Beispiel vom Barcamp „Jugend riskiert Lippe“, das am 18. November 2016 in Detmold stattgefunden hat. In Gütersloh soll, vorbehaltlich der Verabschiedung durch den Rat, die Kulturförderung ab 2017 dynamisiert werden, zudem konnten zwei halbe Stellen für sogenannte Kümmerer geschaffen werden. Dr. Tayfun Belgin, der für Kultur zuständige Fachbereichsleiter der Stadt Hagen, stellte das Grundsatzpapier „Hagen 20.25“ vor, das den im Herbst 2014 unterbrochenen Kulturplanungsprozess wieder aufnimmt.


Treffen am 3. Mai 2016 in Hattingen

Rund 20 Kulturfachleute des Netzwerks Kulturplanung haben sich Anfang Mai in Hattingen getroffen.

Kulturplanung in Gütersloh

„Der Kultur neuen Schwung geben“ war das Motto, unter dem Beigeordneter Andreas Kimpel über den Kulturplanungsprozess in Gütersloh berichtete. Dort haben die Kulturschaffenden zusammen mit Entscheidern aus Politik und Verwaltung im Laufe des vergangenen Winters über die Zukunft von Kunst und Kultur in der Stadt diskutiert. In sieben Arbeitsgruppen, zum Beispiel über „Kultur und Ehrenamt“, setzten sie sich mit der Situation auseinander und erarbeiteten strategische Ziele und konkrete Maßnahmenvorschläge für die zukünftige Kulturarbeit.  Die Ergebnisse werden nun von der Verwaltung für die Beratung und Beschlussfassung im Kulturausschuss der Stadt im Herbst 2016 vorbereitet.

In der Diskussion stellten die Netzwerker gemeinsame Erfahrungen fest und diskutierten die Unterschiede zu den Planungsprozessen in ihren eigenen Kommunen. So sei es auch in Gütersloh schwer, junge Menschen zum Mitmachen zu gewinnen.

Gütersloh (Kreis Gütersloh) gehört wie Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein), Dülmen (Kreis Coesfeld), Borken (Kreis Borken) und Lippe (Kreis Lippe) zu den Kommunen, die sich nach dem Vorbild der durch den LWL initiierten Kulturagenda Westfalen auf den Weg gemacht haben, in einem beteiligungsorientierten Prozess strategische Ziele und konkrete Maßnahmen für die Kulturarbeit zu entwickeln.

Leitbild

Das zweite große Thema des Netzwerktreffens war "Kulturpolitisches Leitbild". Die Netzwerker setzten sich mit den kulturpolitischen Leitbildern der Städte Schwerin, Trier, Göttingen und Salzburg auseinander und analysierten die unterschiedlichen Motive für und Wege zu einem Leitbild. Und sie spiegelten davor ihre eigenen Planungsprozesse: Was ist der Unterschied zwischen Leitbild und Vision? Was macht ein gutes Leitbild aus? Ist ein Leitbild eher einengend oder ermöglichend? Braucht man unbedingt ein Leitbild?

Insgesamt kamen sie zu dem Ergebnis, dass es "das Leitbild" nicht gibt, alle sind sehr unterschiedlich beschaffen. Im Einzelfall könne es durchaus wichtig sein, die "Idee" oder "Grundverfasstheit" als Rahmen für die Kulturentwicklung explizit zu formulieren. Ein kulturpolitsches Leitbild ist in der Regel aber so allgemein, dass es ohne kulturpolitische Ziele nicht für evaluatierende Zwecke oder gar die Erstellung von Förderrichtlinien verwendet werden kann. Auch ein Leitbild selbst müsse heutzutage als "work in progress" verstanden und wenigstens alle paar Jahre überprüft und angepasst werden. Die Bezüge und Zusammenhänge zwischen Leitbild und Marke wurden einer vertieften Auseinandersetzung für wert befunden und deshalb in den Themenspeicher aufgenommen.

In den Kulturplanungsprozessen der Kulturagenda Westfalen übernehmen die Visionen Leitbildfunktionen. Lediglich in Lippstadt und im Prozess "Oben an der Volme" ist die Formulierung eines expliziten Leitbildes ein Ergebnis der dortigen Planungsprozesse gewesen. Daneben hat auch Bielefeld ein Leitbild und Leitlinien formuliert. In Netphen dagegen gibt es ein gesamtstädtisches Leitbild mit expliziten Aussagen zur Kultur, an die der dortige Planungsprozess anschließen konnte.


Treffen 2013 bis 2015

16.11.2015 in Olpe

05.05.2015 in Witten

27.11.2014 in Schalksmühle

18.06.2014 in Lippstadt

06.11.2013 in Ahlen