Steuerungsgruppe

Der gesamte Prozess der Kulturentwicklungsplanung wird von einer Steuerungsgruppe mit Vertretern aller Interessengruppen fachlich begleitet. Die Mitglieder beraten die Arbeitsergebnisse und empfehlen das weitere Vorgehen.

Besetzung der Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe ist wie folgt besetzt (Stand 1.10.2013):

  • Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (Dieter Gebhard)
  • Städte- und Gemeindebund NRW (Robin Wagener)
  • Landkreistag NRW (Ingo Tiemann)
  • Städtetag NRW (Raimund Bartella)
  • LWL-Kulturabteilung (Dr. Barbara Rüschoff-Thale)
  • Kulturamtsleiterkonferenz NRW (Sigrun Krauß)
  • Bezirksregierung Arnsberg (Brunhild Fehrmann)
  • Bezirksregierung Detmold (Walter Neuling)
  • Bezirksregierung Münster (Hans-Peter Boer)
  • Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (Angela Braun-Kampschulte)
  • Stiftung Westfalen-Initiative (Wolfgang Schäfer)
  • Landesverband Lippe (Klaus Stein)
  • Regionalverband Ruhr (Dr. Dieter Nellen)
  • Kultursekretariat NRW Gütersloh (Meinolf Jansing)
  • Kulturrat NRW (Meinolf Jansing)
  • NRW Landesbüro Freie Kultur e. V. (Harald Redmer)

 6. Sitzung am 22. Oktober 2013

Die Steuerungsgruppe hat die bisher vorliegenden Ergebnisse aus den Planungsprozessen diskutiert. Erfreut zeigten sich die Mitglieder auch über die positiven Ergebnisse der Umfrage zur Kulturagenda, die die Bedeutung einer gemeinsamen kulturpolitischen Orientierung aufzeige und die Richtigkeit der neun Pilotplanungsprozesse.

Daneben beriet das Gremium das Programm der Abschlusstagung am 7. Februar 2014 in Hagen.

Die Steuerungsgruppe beschließt sich nicht aufzulösen, da mit der Abschlusstagung und der Publikation erst die Planungsphasen der Pilotprozesse beendet sind, sondern bei Bedarf wieder zusammenzukommen.

5. Sitzung am 22. März 2013

Die Teilnehmer haben - in Vorbereitung der Westfälischen Kulturkonferenz am 19. April 2013 in Emsdetten - eine positive Zwischenbilanz der Kulturagenda Westfalen gezogen.

Außerdem berieten sie das weitere Vorgehen bis zum Ende des Jahres 2013. Demnach empfiehlt die Steuerungsgruppe zum eine Abschlusstagung sowie eine Publikation, die nicht nur die Planungsprozesse dokumentiert, sondern auch Leitfadencharakter hat, sodass weitere Kommunen zukünftig von den Pilotprozessen profitieren können.

4. Sitzung am 26. September 2012

Bei der 4. Sitzung stand die Beratung und Auswahl der Pilotplanungsprozesse im Mittelpunkt. 

Um die Teilnahme hatten sich 18 Städte und Gemeinden bzw. kommunale Kooperationen, Kreise und Kultureinrichtungen mit insgesamt über 30 Kommunen beworben. 

Die Auswahl sollte ein breites Spektrum unterschiedlicher Planungstypen und verschiedene Trägerschaften abbilden. Kriterien waren:

  • Antragsteller: Wer ist Antragsteller (Stadt, Kreis, Kultureinrichtung etc.)?
  • Gebiet/Ort: Auf welches Gebiet soll sich die Planung beziehen?
  • Planungstyp: Welche Art von Planung wird angestrebt (Kulturentwicklungsplan, Masterplan, Kulturkonzept, Teilpplanung etc.)?
  • Modellhaftigkeit: Welche Anträge sind in ihrer Struktur am ehesten vergleichbar? Inwieweit können andere von der angestrebten Planung profitieren?
  • Bedeutung der Planung im strategischen Gesamtkonzept des Trägers: Gibt es bereits Konzepte, Planungen, Vorarbeiten etc., ggfs. in Teilbereichen oder mit Bezug zu Querschnittsthemen oder zu einer Gesamtstrategie - oder handelt es sich um eine erstmalige Planung im Kulturbereich?
  • Vernetzung und daraus folgend Akzeptanz: Inwieweit ist die angestrebte Kulturplanung mit anderen, vor allem den zu beteiligenden Akteuren bereits abgestimmt, sodass Interesse und Bereitschaft vorausgesetzt werden können?
  • Kooperationsqualität: Welche Möglichkeiten zu Kooperation hat oder bietet der Ansatz/die angestrebte Planung?

 

Für folgende Pilotprozesse hat sich die Steuerungsgruppe entschieden:

  • Kreis Höxter > Kulturentwicklungsplanung. Der Kreis Höxter ist z. T. überdurchschnittlich stark vom demografischen Wandel betroffen.
  • Kreis Olpe > Kinder- und Jugendkulturentwicklungsplanung. Soweit bekannt, erste Teilplanung dieser Art auf Kreisebene in Deutschland
  • Kreisfreie Stadt Hagen > Masterplan Kultur mit Schwerpunkt Interkultur. Hagen hat in NRW den höchsten Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund.
  • Stadt Lippstadt > Kulturentwicklungsplanung. Beispiel für eine mittlere Stadt im ländlichen Raum
  • Stadt Freudenberg > Kulturentwicklungsplanung. Beispiel für eine kleine Stadt im ländlichen Raum
  • Kooperation der Städte Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle > Kulturkonzept. Kooperation von vier Kommunen
  • Kooperation der Städte Ahlen und Beckum > Kinder- und Jugendkulturentwicklungsplanung. Beispiel für interkommunale Kooperation und Beispiel für eine Teilplanung
  • Kulturforum Witten und Stadt Hattingen unter der Bedingung einer gemeinsamen Kulturplanung

3. Sitzung  am 16. Mai 2012

Auf der Tagesordnung der dritten Sitzung standen die Ergebnisse der Kulturkonferenz und deren Auswirkungen auf den Planungsprozess sowie die nächsten Schritte. Aus Sicht der Steuerungsgruppe soll der Prozess und wie von Kulturberater Reinhart Richter vorgeschlagen umgesetzt werden.

Für die Pilotplanungsprozesse soll kein weiteres Gremium gebildet werden, sondern die Steuerungsgruppe übernimmt deren Aufgaben.

Die Steuerungsgruppe hat auch einen Namen für den Prozess vorgeschlagen: „Kulturagenda Westfalen“. Unter diesem Haupttitel wird der Prozess ab sofort kommuniziert. Der Arbeitsbegriff „Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe“ bleibt als Untertitel und in Fließtexten erhalten.

2. Sitzung am 2. Februar 2012

Bei der zweiten Sitzung der Steuerungsgruppe in Hamm berieten die Mitglieder die weitere Konkretisierung der zweiten Stufe und die Namengebung für den Prozess.

Die Teilnehmenden stimmten darin überein, dass für die konkrete Planung der kulturfachlichen Knotenpunkte im Rahmen des Kulturplnaungsprozesses zunächst deren Inhalte bestimmt werden müssen. 

Breiten Raum nahm die Notwendigkeit zu besserer Kommunikation ein, um die Information und Vernetzung zu verbessern, gerade im ländlichen Raum. Dazu wurde die neue Website vorgestellt, die genau diese kommunikativen Funktionen anbietet. Die Steuerungsgruppe empfahl, zusätzlich eine ausführliche Linkliste anzulegen zu allen wichtigen Organisationen und Netzwerken. 

Die Teilnehmer beschlossen, dass die Westfälische Kulturkonferenz über den Namen für den Kulturplanungsprozess entscheiden solle. Zwei oder drei der Vorschläge sollen bei der Konferenz vorgelegt werden.

1. Sitzung am 16. Dezember 2011

Die Steuerungsgruppe hat am 16. Dezember 2011 zum ersten Mal getagt und den von Kulturberater Reinhart Richter erarbeiteten Vorschlag beraten.

Von den Mitgliedern wurden der Kulturplanungsprozess für Westfalen-Lippe und der Vorschlag von Richter Beratung für wichtig und richtig gehalten. Er sei auch wichtig als ein Pilotplanungsverfahren für eine Region über Westfalen-Lippe hinaus. Das Interesse am Planungsprozess und die Bereitschaft zur Mitwirkung waren sehr groß, gerade auch beim NRW-Kulturministerium, bei den Bezirksregierungen und den kommunalen Spitzenverbänden.
In der Diskussion wurden die folgenden Ziele und Rahmenbedingungen hervorgehoben:
•    offener, motivierender Prozess
•    wichtig, gemeinsame Ziele für die Kulturentwicklung in Westfalen-Lippe zu entwickeln
•    Chance, starke gemeinsame Zukunftsorientierungen für die Kulturentwicklung zu erarbeiten
•    Ergebnisse des Prozesses als kulturpolitisches Orientierungsangebot
•    Planungsprozess als Auslöser für viele Kulturplanungen in der Region
•    Entwicklung von Lern- und Unterstützungsgemeinschaften in der Kulturarbeit
Die Idee, systematisch für ganz Westfalen-Lippe Kooperationsnetze und Unterstützer- und Lerngemeinschaften zu entwickeln bzw. die vorhandenen zu stärken, wurde besonders vor dem Hintergrund der kommunalen Haushaltskrise aber auch wegen der kulturellen regionalen Binnendynamik als wichtig eingeschätzt. Das vorgeschlagene System kann Potenziale optimieren und Synergien können erreicht werden, ohne dass zusätzliche Strukturen geschaffen werden müssen.

Die Steuerungsgruppe hat empfohlen, die endgültige Umsetzung auch von der Westfälischen Kulturkonferenz am 25. April 2012 abhängig zu machen: Nur wenn von genügend Akteuren Interesse und Bereitschaft zur Mitwirkung erfahrbar sei, solle die zweite Stufe und damit der eigentliche Prozess der Kulturentwicklungsplanung durchgeführt werden.